CAD-Software 40 Prozent mehr Produktivität bei der Variantenkonstruktion

Redakteur: Juliana Schulze

Mit Pro/Engineer von PTC sind Anwender der Firma ALLCAD um bis zu 40 Prozent effizienter bei der Variantenkonstruktion als mit anderen Systemen.

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Firmengründer Adel Miladi: „Wir bevorzugen Pro/ENGINEER, weil das System die optimale Mischung aus Automatisierungsmöglichkeiten und Flexibilität bietet.“ (Bild: PTC)
Firmengründer Adel Miladi: „Wir bevorzugen Pro/ENGINEER, weil das System die optimale Mischung aus Automatisierungsmöglichkeiten und Flexibilität bietet.“ (Bild: PTC)

Die Vorliebe für Pro/Engineer (jetzt Creo Elements/Pro) begann bei ALLCAD-Firmengründer Adel Miladi bereits während seines Studiums am Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen der TU München. Danach begleitete er im Auftrag eines Dienstleisters die Auswahl und Einführung von Pro/Engineer bei einem Kunden, bevor er sich 1998 mit einem Engineering-Büro selbständig machte. „Natürlich setzen wir auf Kundenwunsch auch andere CAD-Systeme ein, aber wenn wir die freie Wahl haben, bevorzugen wir Pro/Engineer, weil das System die optimale Mischung aus Automatisierungsmöglichkeiten und Flexibilität bietet“, sagt Miladi.

Pro/Engineer für Aufbau besonders komplizierter Baugruppen genutzt

Dank ihrer langjährigen CAx-Erfahrung kümmern sich die Mitarbeiter von ALLCAD oft um die Optimierung der 3D-Konstruktionen oder den Aufbau besonders komplizierter Baugruppen. So haben sie beispielsweise vor Jahren für einen namhaften deutschen Anlagenbauer auf der Basis von Pro/Engineer einen Produktkonfigurator für einen Kessel entwickelt, der es erlaubte, die Konstruktion über die Eingabe von etwa 8000 Parameterwerten kundenspezifisch anzupassen und innerhalb weniger Tage den kompletten Satz an Fertigungszeichnungen abzuleiten. „Die Parametrik entfaltet immer dann ihren maximalen Nutzen, wenn es gelingt, die Produkte modular aufzubauen und zu standardisieren“, erläutert Miladi. Laut Miladi ist es selbst im Sondermaschinenbau möglich ein einheitliches Kernprodukt zu haben und die kundenindividuellen Varianten so anzuordnen, dass 80 Prozent der Konstruktion über Parameter gesteuert werden könnten.

Einheitliche Methodik ist Vorraussetzung für effizientes Arbeiten

Voraussetzung für ein effizientes Arbeiten mit Pro/Engineer ist eine einheitliche Methodik, wie Miladi weiter ausführt: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in vielen Unternehmen früher sehr undiszipliniert mit dem System konstruiert wurde. Jeder Konstrukteur baute sein Modell etwas anders auf, mit dem Erfolg, dass die Kollegen es hinterher nur relativ schwer ändern konnten. Das ist aber kein Problem von Pro/Engineer, sondern eine Frage der Organisation. Inzwischen ändert sich das. Die meisten Unternehmen achten nicht mehr nur auf eine normgerechte Zeichnungserstellung, sondern kontrollieren auch, ob die Modelle sauber aufgebaut und korrekt referenziert sind.“ ALLCAD hat seine eigene Konstruktionsmethodik entwickelt und berät die Kunden auch bei der Verbesserung ihrer Methodiken.

Um Konstruktionsänderungen schnell durch den Prozess zu schleusen, kann es zweckmäßig sein, die Baugruppen-Zusammenhänge zu parametrisieren. Miladi gibt ein Beispiel: „Bei dem erwähnten Kessel ändert sich Zahl der Aussparungen und Schauluken im 3D-Modell der Kesselwand in Abhängigkeit von der Zahl der Brenner. Die Zeichnungen und andere Fertigungsunterlagen wie die Stückliste passen sich dem automatisch an.“ Die Anwender bei ALLCAD nutzen normalerweise die Layouttechnik, um Bauteile, die in verschiedenen Varianten vorkommen, so mit den Zusammenbauten zu verbinden, dass sie bei Bedarf ausgetauscht werden können, ohne dass Baugruppen-Beziehungen verloren gehen. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Varianz kennt.

Teil 2: Umfassendes Schulungsprogramm für breit gestreutes Basis- und Spezialwissen

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