Anbieter zum Thema
Umfassende Schulungsprogramme mit Pro/Engineer für Anwender
Ein umfassendes Schulungsprogramm und ein reger Austausch der Konstrukteure untereinander sorgen beim Engineering-Büro ALLCAD für ein breit gestreutes Basis- und Spezialwissen. Neue Anwender werden in der Firma selbst geschult und während der Einarbeitungsphase durch einen Keyuser intensiv betreut, so dass sie normalerweise nach ein bis zwei Monaten absolut fit mit dem System sind. „Meistens geht es schneller, weil viele Bewerber heute schon Pro/Engineer-Kenntnisse mitbringen“, sagt Miladi. „Der Schulungsaufwand wird oft übertrieben, weil die Mitarbeiter bei größeren Unternehmen meist nur ein, zwei Stunden am System arbeiten und den Rest ihrer Arbeitszeit mit anderen Aufgaben beschäftigt sind. Dann dauert die Einarbeitung natürlich entsprechend länger.“
Der Schulungsaufwand ist in den letzten Jahren auch dadurch geringer geworden, dass sich die Bedienerfreundlichkeit von Pro/Engineer seit der Einführung der ersten Version von Wildfire durch die Windows-ähnliche Oberfläche, die Icon-Technik und die kontextsensitiven Assistenten kontinuierlich verbessert hat. Miladi schätzt, dass sich die individuelle Arbeitsproduktivität allein dadurch um 20 bis 30 Prozent erhöht hat: „Man kommt heute insbesondere im Skizzenmodus mit deutlich weniger Mausklicks zum Ziel, weil das System mitdenkt und die Konstruktionsabsicht des Anwenders zu erfassen versucht.“
Neue Version erlaubt direktere Manipulation der Modellgeometrie
Die Einführung der neuen Version Pro/Engineer Wildfire 5.0 bedeutet in dieser Hinsicht einen Riesenschritt, weil sie eine noch direktere Manipulation der Modellgeometrie erlaubt und den Zugriff auf die Änderungsbefehle deutlich vereinfacht. Davon versprechen sich die Anwender einen enormen Produktivitätsschub: „Unsere ersten Erfahrungen zeigen, dass wir dadurch bei Konstruktionsänderungen bis zu 40 Prozent Zeit sparen können“, sagt Miladi. „Ich kann deshalb nur jedem PTC-Kunden empfehlen, so schnell wie möglich auf die neue Version umzusteigen.“
Die Software läuft beim Engineering-Büro auf leistungsstarken PC-Workstations, die mit Intel Core 2 Duo Prozessor, 4 GB Hauptspeicher und Grafikkarte vom Typ Nvidia Quadro FX 4600 ausgerüstet sind. Durch die Unterstützung der 64-Bit-Technologie und der Weiterentwicklung der internen Speicherverwaltung in Pro/Engineer lassen sich auch größere Baugruppen heute schneller über das Netz laden und wieder abspeichern.
Pro/Piping vereinfacht nicht nur die Konstruktion
Neben dem Foundation-Paket mit dem Pro/Assembly-Modul stehen den Anwendern mehrere Lizenzen der Module Pro/Surfacing und Pro/Piping im Netz zur Verfügung. Die leistungsfähigen Freiformflächen-Funktionen des Systems nutzen sie vor allem bei der Modellierung von komplex geformten Laufrädern und Turbinenschaufeln. Das Modul Pro/Piping vereinfacht nicht nur die Konstruktion, sondern auch die Fertigung und Montage von Rohrleitungen im Kessel- und Turbinenbau, wie Miladi erläutert: „Der Kunde erhält von uns eine Tabelle mit den Biegeparametern, die er für ihre Fertigung nutzen kann. Dadurch kann im Fertigungsprozess eigentlich nichts mehr schiefgehen, sofern der Konstrukteur keinen Fehler gemacht hat. Außerdem erzeugen wir mit Pro/Engineer isometrische Ansichten der Rohrleitungen, was ihre Montage vereinfacht.“
Das Unternehmen verwaltet die Konstruktionsdaten zur Zeit noch mit der Datenmanagement-Lösung Pro/Intralink, weil sie auch bei den Kunden im Einsatz ist. Meist speichern die Anwender ihre Daten direkt in der Kundendatenbank ab, um den Abstimmungsprozess mit den Kollegen vor Ort oder den hausinternen Konstrukteuren zu beschleunigen. Aus Zeitgründen arbeiten manchmal mehrere Anwender an einem Modell, was neben einem gemeinsamen Datenmanagement einheitliche Richtlinien für die Modellierung und Zeichnungserstellung erfordert. Einmal wöchentlich stimmen sich die Konstruktionsteams im Rahmen von gemeinsamen Sitzungen ab. Dabei diskutieren sie Konstruktionsänderungen manchmal über Netviewer mit dem Modell vor Augen, was den Entscheidungsprozess beschleunigt.
Anschauungsmodelle im Maßstab 1:25 auf RPD-Drucker erstellen
Wenn sich die Kunden bei der Entscheidungsfindung nicht allein auf das digitale Modell verlassen wollen, kann ALLCAD auf dem eigenen RPD-Drucker relativ schnell Anschauungsmodelle im Maßstab von 1:25 liefern. Miladi geht allerdings davon aus, dass der Bedarf für solche Modelle eher zurückgehen wird: „Dank der verbesserten Rendering-Funktionen in Pro/Engineer Wildfire 5.0 können wir unseren Kunden künftig hochwertige fotorealistische Darstellungen präsentieren, was den Abstimmungsprozess sicher weiter vereinfachen wird.“
Da die meisten Kunden ebenfalls Pro/Engineer einsetzen, gibt es beim Datenaustausch keine Probleme. „Wir lesen aber auch CAD-Daten aus anderen Systemen in Pro/Engineer ein und nutzen sie als Referenz für unsere Konstruktionen“, sagt Miladi. Die Modifikation von importierten Daten mit der Software ist durch die leistungsfähigen Funktionen für die Feature-Erkennung wesentlich einfacher geworden. Allerdings hat man bei ALLCAD noch keine praktischen Erfahrungen mit dem neuen Feature Recognition Tool (FRT) bei einem Kundenprojekt sammeln können. (jus)
(ID:23911840)