Pneumatikzylinder

Zylinder für extreme Anwendungen

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Zylinder mit äußerst schmaler Bauform

In einem weiteren Anwendungsfall, war von den Kolben-Seeger-Experten die Konstruktion eines pneumatischen Zylinders in einer außergewöhnlich schmalen Bauform gefordert: Die Zylinder sollten in einer Schweißanlage für Drahtgitter zum Einsatz kommen. Die Maschine sollte 24 Schweißpunkte in einem Abstand von nur 30 mm nebeneinander setzten. Damit wollte der Schweißmaschinenhersteller den Schweißvorgang deutlich beschleunigen, denn bisher mussten die Werkstücke aufgrund der Breite der verbauten Zylinder mehrfach auf verschiedenen Achsen und Parallelen unter den Zylindern durchfahren, um die erforderliche Schweißpunktdichte zu erreichen. Kolben-Seeger entwickelte für diese Anwendung mit dem „Triplex“ einen extrem schmalen Zylinder, so dass der Maschinenhersteller 2 x 24 Zylinder in Reihe einsetzen konnte. Trotz der schmalen Baumaße bringt der Triplex bei einer Einbauhöhe von 25 mm die erforderliche hohe Kraft von 2.600 N auf, da in jedem Zylinder drei Kolbenstangen verbaut sind. Die Maschinen setzt nun 24 Schweißpunkte pro Takt in einer Reihe, das Verfahren ist damit deutlich schneller geworden, die Produktion von Ausschuss wurde drastisch reduziert.

Zylinder für äußerst aggressive Umgebung

Der Einsatz bei Löt-Aufgaben ist für pneumatische Zylinder eine der denkbar aggressivsten Anwendungen, da durch die durch die Erhitzung des Flussmittels Gase entstehen, die die in herkömmlichen Zylindern üblichen ungeschützten metallischen Oberflächen angreifen. Kolben-Seeger entwickelte für diese Anwendung gemeinsam mit Kunststoff-Experte Handtmann Elteka einen Zylinder mit einer Ummantelung aus dem Hightech-Kunststoff Lauramid. Das hoch belastbare Material ist gegen die beim Löten entstehende Hitze und die verwendeten aggressiven Medien äußerst widerstandsfähig. Als Kolben wird eine hart verchromte Stahlstange verwendet, die ebenfalls gegen aggressive Umgebungen resistent ist. Der Produktlebenszyklus dieser Sonderzylinder ist erheblich länger als bei herkömmlichen Zylindern. „Die drei genannten Beispiele zeigen sehr deutlich, wie unterschiedlich die Aspekte sind, die bei der Entwicklung des optimalen Zylinders für eine bestimmte Anwendung im Fokus stehen. Gerade die Erfahrung und das Know-how auf diese sehr differenzierten Anforderungen eingehen zu können, machen einen guten Anbieter aus“, weiß Walter.

(qui)

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