Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, Recycling: Ganz gleich, wie wir es nennen – der bewusste Umgang mit unseren Ressourcen muss vorangetrieben werden. Wir zeigen zwei Lösungen, die dabei unterstützen.
Weltweit wurde laut Google Trends im vergangenen Jahr häufiger als je zuvor nach dem Begriff „Klimawandel“ gesucht. Ein neuer Weltrekord wurde 2021 auch bei der Suche nach dem Begriff „Nachhaltigkeit“ aufgestellt.
Ökobilanzierungslösung für nachhaltige Innovationsprozesse
Wenn Unternehmen wegweisende nachhaltige Innovationen voranbringen wollen, müssen sie Umweltaspekte jedoch bereits in die Konzeption ihrer künftigen Produkte und Prozesse integrieren – noch bevor sich diese auf die Umwelt in der realen Welt auswirken. Dafür hat Dassault Systèmes die Ökobilanzierungslösung „Sustainable Innovation Intelligence“ entwickelt. Das Ziel: Unternehmen dabei unterstützen, die Umweltauswirkungen ihrer Produkte, Werkstoffe und Prozesse zu minimieren und das Thema Kreislaufwirtschaft vorantreiben.
Die Ökobilanzierungslösung „Sustainable Innovation Intelligence“ unterstützt Unternehmen dabei, Umweltauswirkungen zu minimieren und Kreislaufwirtschaft zu fördern.
(Bild: Dassault Systèmes)
Die cloud-basierte Lösung ist in die 3D-Experience-Plattform von Dassault Systèmes integriert und deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab. Zudem integriert sie die Datenbasis von Ecoinvent mit mehr als 18.000 Datensätzen zu Auswirkungen von industriellen Prozessen in die Bereiche virtuelles Design, Produktentwicklung, Fertigungstechnik, Betrieb und Logistik.
Data-Science-Lösungen, die Funktionen der Ökobilanzierung mit Technologien der virtuellen Zwillinge kombinieren, eröffnen Unternehmen ganz neue Innovationshorizonte: Sie können damit voraussehen, wie sich Entscheidungen auf natürliche Ressourcen, Ökosysteme und Gesundheit auswirken werden.
Florence Verzelen, Executive Vice President, Industry, Marketing and Sustainability bei Dassault Systèmes
Wie Sustainable Innovation Intelligence funktioniert:
Die Lösung kombiniert Ökobilanzdaten mit der Simulation der realen Welt im virtuellen Zwilling, wodurch Anwender eine Kreislaufwirtschaft gestalten können.
Nachhaltigkeitsanforderungen werden frühzeitig definiert und entlang der gesamten Konstruktions-, Produktentwicklungs- und Fertigungstechnikphasen berücksichtigt. Dies schließt neben Materialbeschaffung auch die Fertigung, den Betrieb, die Logistik sowie Vertrieb, Marketing und End-of-Life-Management mit ein.
Daten in Echtzeit zeigen frühzeitig Schwachstellen auf und geben Anwendern die Möglichkeit, Verbesserungen virtuell zu simulieren sowie Rückverfolgbarkeit und Beständigkeit sicherzustellen.
TÜV SÜD prüft Emissionsdaten von Unternehmen und Produkten
Im Zuge des Klimawandels wächst bei Unternehmen und Organisationen die Notwendigkeit zur Berichterstattung über die Umweltauswirkungen ihres Handelns. Bei der Angabe von Treibhausgas-Emissionen oder Carbon Footprints spielen anerkannte Normen wie DIN EN ISO 14064 und DIN EN ISO 14067 eine wichtige Rolle. Die korrekte Umsetzung der normativen Anforderungen kann durch die unabhängige Verifizierung der Emissionen durch eine akkreditierte Benannte Stelle bestätigt werden. Die Verifizierung schafft auch eine belastbare Basis für den Handel mit Emissionsrechten.
TÜV SÜD ist eine akkreditierte Benannte Stelle und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Treibhausgas-Emissionen durch eine unabhängige Prüfung transparent zu dokumentieren. Die Verifizierungsstelle für Treibhausgase von TÜV SÜD ist nach DIN EN ISO 14065 als Benannte Stelle für die Verifizierung der Emissionen von Unternehmen, Projekten und Produkten akkreditiert. Zurzeit gibt es nur fünf Benannte Stellen, welche die strengen Anforderungen der im Oktober 2021 aktualisierten Norm erfüllen.
Das Institut für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim hat in Kooperation mit dem Thinktank für industrielle Ressourcenstrategien in Karlsruhe ein Tool konzipiert, mit dem die Treibhausgas-Emissionen von Unternehmen einfach ermittelt werden können: Der Scope3analyzer ist jetzt öffentlich und kostenlos zugänglich.
Mit dem Scope3analyzer können Unternehmen ihre Treibhausgas-Emissionen einfach ermitteln.
(Bild: Hochschule Pforzheim)
Die Ermittlung eines betrieblichen Carbon Footprint ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg zum Klimaschutz in Unternehmen. Wo sind die größten Beiträge zu den Emissionen und wo sollten die Maßnahmen zuerst ansetzen?
Wir wissen heute, dass die vorgelagerten Emissionen in der Lieferkette der Unternehmen einen wesentlichen Beitrag liefern, oft sogar den größten.
Professor Mario Schmidt, Projektleiter
Die Erhebung dieser Emissionen, in der Fachsprache wird immer von Scope-3-Emissionen gesprochen, stellen allerdings eine große Herausforderung dar. Große Unternehmen haben oft Tausende von Lieferanten und Vorprodukte, aus dem In- und Ausland, und fragen sich, woher sie die Zahlen bekommen können und wie belastbar sie sind.
Wie Scope3analyzer funktioniert:
Der Scope3analyzer stellt einen einfachen Einstieg in die Klimabilanzierung dar: Das Tool ist kostenfrei, webbasiert, arbeitet völlig anonymisiert und kann die Emissionen unmittelbar auf Basis bereits vorliegender Einkaufs- und Verbrauchsdaten des Unternehmens berechnen.
Das Tool ist außerdem berichtskonform – gängige internationale Standards wie das Greenhouse Gas Protocol, das Carbon Disclosure Project sowie die Science Based Targets Initiative akzeptieren die angewandte Methodik.
Der Emissionsbeitrag der Lieferkette wird mit volkswirtschaftlichen Daten abgeschätzt. Dabei können dann sogar die Emissionen der Vor-Vorprodukte, die aus Asien oder anderen Weltregionen kommen, einbezogen werden. Dies führt zu einem umfassenden Bild des unternehmerischen Handelns und ermöglicht die Identifikation der Hot-Spots von Treibhausgasemissionen.
Zusätzlich werden auch die direkten Emissionen vor Ort und die indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie mit errechnet.
Der Scope3analyzer entfaltet sein Potential, je mehr Lieferanten ein Unternehmen hat und je schwieriger es wird, einzelne Zahlen zu recherchieren. Vor allem aber sollen die Daten nach der gleichen Methode erhoben und somit vergleichbar sein. Das wird durch die von uns eingesetzte Methode sichergestellt.
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