Oberflächenbeschichten Zuverlässigere Klebeverbindungen durch SACO-Verfahren
Delo hat ein spezielles Verfahren zur Vorbehandlung bei der Verklebung von Bauteilen entwickelt: Das so genannte SACO-Verfahren (SACO = SAndblast COating).
Anbieter zum Thema
Bauteile müssen vorbehandelt werden, wenn die Verklebung eine hohe Zuverlässigkeit sowie gute Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit, Temperatur und aggressiven Medien aufweisen soll. Ein Bauteil wird auch dann vorbehandelt, wenn schwer verklebbare Werkstoffe zu fügen sind. Materialien wie Metall, Kunststoff und Keramik können dadurch besser verklebt werden. Dies führt zu einer hohen Einsatzsicherheit und Langzeitbeständigkeit der Klebverbindung.
SACO-Verfahren stabilisiert Verklebung
„Bei der speziellen Methode werden silikatbeschichtete Korundkörner mithilfe eines Sandstrahlgeräts auf ein Bauteil beschleunigt“, so Gudrun Weigel, Leiterin Anwendungstechnik Delo. „Dabei raut das Strahlgut die Oberfläche des Bauteils auf, trägt lose Teile ab und beschichtet zugleich die Oberfläche.“ Beim Aufprall des Korns auf die Oberfläche des Bauteils platzt die Beschichtung ab und verbindet sich durch den entstehenden Druck und den lokalen Temperatureintrag fest mit der Oberfläche. Die Langzeitstabilität und Reproduzierbarkeit der Verklebung soll so signifikant gesteigert werden. Zugleich ist die Oberfläche des Bauteils besser geschützt, beispielsweise gegen Korrosion.
Verfahren schützt Zentrifugenschnecken
Das SACO-Verfahren wird bereits bei der Firma Siebtechnik in Mühlheim eingesetzt. Das Unternehmen entwickelt spezielle Zentrifugen für die Fest- und Flüssigkeitstrennung in der Industrie. Um die Zentrifugenschnecken vor abrasiven und aggressiven Produkten zu schützen, werden diese mit einer speziellen Verschleißschutz-Keramik bestückt. Die haltbare Verbindung zwischen Schneckengang aus Stahl sowie dem Keramiksegment wird zum einen durch eine formschlüssige Ausbildung der Träger und Keramiksegmente sowie zum anderen durch ein kundenspezifisches Klebeverfahren hergestellt. „Als besonders vorteilhaft hat sich die Vorbehandlung der Klebeflächen aus Stahl und Kermaik mit dem SACO-Verfahren gezeigt“, sagt Horst Dietschreit, Technischer Leiter bei Siebtechnik. „Das sorgt für eine größere Langzeitstabilität der Verklebung.“
Die Oberflächenvorbehandlungsmethode eignet sich für Kombinationsverklebungen bei kleineren bis mittleren Stückzahlen. Für selektive Vorbehandlungen und Verklebungen von Bauteilen, etwa in der Automobilzulieferindustrie, ist dieses Verfahren geeignet. Anwendung findet das SACO-Verfahren auch bei der Durchführung von Reperaturen. Das Verfahren kann ohne Vorkenntnisse durchgeführt werden, da die Handhabung einfach ist und die bestrahlte Fläche sich optisch abhebt. SACO lässt sich mit typischen am Markt verfügbaren Strahlgeräten verwenden. Das Strahlgut ist bereits ab 18 kg erhältlich.
(ID:320261)