Zeitrelais Zuse Ur-Computer mit Finder-Relais nachgebaut

Redakteur: Juliana Schulze

Der Ur-Computer, entwickelt von Konrad Zuse, feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums stellt Zuses Sohn, Prof. Dr. Horst Zuse, einen funktionsfähigen Nachbau des Z3 auf der Hannover Messe 2011 vor.

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Der nach rund einjähriger Bauphase fertig gestellte, funktionsfähige Nachbau des Z3 ist wie das Original mit 5 Hertz getaktet und besteht aus einer Bedienkonsole, dem Rechenwerk und dem Speicher, der alleine zwei mannshohe Schränke füllt. (Bild: Finder)
Der nach rund einjähriger Bauphase fertig gestellte, funktionsfähige Nachbau des Z3 ist wie das Original mit 5 Hertz getaktet und besteht aus einer Bedienkonsole, dem Rechenwerk und dem Speicher, der alleine zwei mannshohe Schränke füllt. (Bild: Finder)

Im Mai 1941 baute der Ingenieur Prof. Dr. Konrad Zuse im elterlichen Wohnzimmer in Berlin-Kreuzberg den ersten frei programmierbaren Computer der Welt, den Z3, zusammen. Nur zwei Jahre später, im Dezember 1943 ging das Original bei einem Bombenangriff verloren, übrig blieben lediglich eine Zeichnung und die Patentunterlage. Zuses Sohn Horst Zuse wollte jedoch primär kein museales Ausstellungsstück erschaffen, sondern die Funktionsweise der Rechenmaschine nachbilden. Und so entwickelte und baute er einen funktionsfähigen Nachbau des Z3.

Nachbau des Ur-Computer mit Finder-Relais ausgestattet

So verwendete Konrad Zuse 1941 rund 2.400 ausgemusterte elektromechanische Telefonrelais, um die binären Gleitkommarechnungen durchzuführen – solche Telefonrelais sind heutzutage jedoch nicht mehr zu bekommen. Stattdessen fand Horst Zuse beim Relaisspezialisten Finder einen Partner, der beratend zur Seite stand. Die industriellen Koppel-Relais von Finder funktionieren nach dem gleichen Grundprinzip wie die Telefonrelais vor 70 Jahren – natürlich sehr viel zuverlässiger, besser ausgestattet und technisch ausgereifter als ihre Urahnen.

100 Zeitrelais ersetzen den Schrittschalter

Neben den 600 Koppel-Relais für das Rechenwerk und den 1.800 für den Speicher sind im Z3-Nachbau auch noch rund 100 Zeitrelais von Finder im Einsatz, die in einer getakteten Kette den ursprünglichen Schrittschalter ersetzen. Der nach rund einjähriger Bauphase fertig gestellte Nachbau ist wie das Original mit 5 Hertz getaktet und besteht aus einer Bedienkonsole, dem Rechenwerk und dem Speicher, der alleine zwei mannshohe Schränke füllt. (jus)Hannover Messe 2011: Halle 12, Stand B70

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