Simulation Wind unter den Flügeln

Quelle: HS Coburg 2 min Lesedauer

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Ein Stück Hochschule Coburg steht nun auch in München: Für eine Medienstation im Deutschen Museum haben zwei Wissenschaftler der Hochschule Coburg den Tragflügel eines ikonischen Flugzeugs vermessen und eine Simulation erstellt, die die Luftströmung visualisiert.

Wie ein Luftstrom an einem  Flugzeugflügel und mit allen technischen Details visualisiert aussieht, können Besucher des Deutschen Museums in München erfahren. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Wie ein Luftstrom an einem Flugzeugflügel und mit allen technischen Details visualisiert aussieht, können Besucher des Deutschen Museums in München erfahren.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wer hat nicht schon einmal die Hand aus dem fahrenden Auto gehalten, um den Wind an den ausgestreckten Fingern zu spüren? Wie so ein Luftstrom an einem echten Flugzeugflügel und mit allen technischen Details visualisiert aussieht, können Besucher des Deutschen Museums in München erfahren. In der Ausstellung für Moderne Luftfahrt steht nun eine Medienstation, an der Prof. Dr. Philipp Epple von der HS Coburg zusammen mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Michael Steppert gearbeitet haben. Sie zeigt die Simulation eines Landeanflugs und wie sich dabei die Luft um den Flügel verhält.

Praktisches Wissen für den Urlaubsflug

Besucher können nun täglich an dieser Medienstation einen eigenen Eindruck von den flugmechanischen Zusammenhängen und der Funktionsweise von Flugzeugkomponenten gewinnen, die sie vielleicht beim Landeanflug auf ihr Urlaubsziel aus dem Kabinenfenster beobachten.“

Zu sehen ist der Flügelschnitt einer VFW 614, eines der ersten Passagierflugzeuge, welches nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik entwickelt wurde und über zwei Strahltriebwerke verfügte. Der Fokus liegt auf der Veränderung der Luftströmung beim Abbremsen und Ausfahren verschiedener Landeklappen: „Hier konnte die Funktionsweise eines Tragflügels mit Landeklappe und Spoiler mit einer komplexen numerischen Strömungssimulation im Landeanflug erläutert und die Strömung visualisiert werden“, erklärt Prof. Epple.

Von CAD zu CFD

Zusammenarbeit zwischen Hochschule Coburg und Deutschen Museum München: Prof. Dr. Phillip Epple, Dr. Robert Kluge, Kurator für Luftfahrt nach 1945 im Deutschen Museum, und Dr. Michael Steppert.(Bild:  Hochschule Coburg)
Zusammenarbeit zwischen Hochschule Coburg und Deutschen Museum München: Prof. Dr. Phillip Epple, Dr. Robert Kluge, Kurator für Luftfahrt nach 1945 im Deutschen Museum, und Dr. Michael Steppert.
(Bild: Hochschule Coburg)

Hierfür wurden extra Aufnahmen der Flügelgeometrie in der Flugwerft Schleißheim erstellt, da dem Deutschen Museum weder ein CAD-Modell noch eine Zeichnung vorlag. Neben der Form brauchte es auch Detailaufnahmen, wie zum Beispiel die Bahnbewegung der Landeklappen und der Luftbremse.

In Coburg konnte dann ein CAD-Modell aus den Daten erstellt werden, das als Grundlage für eine CFD-Simulation diente, so Epple: „Als Ergebnis war es möglich, den Landevorgang des entsprechenden Flügelschnitts der VFW 614 im Deutschen Museum in der Strömungssimulation nachzubilden. Anhand des ausgestellten Flügelschnitts können alle Stationen des Landeanfluges, was die Position von Landeklappe und Luftbremse angeht, verfolgt werden. Zugleich können Besucher die Veränderung im Luftstrom zu jedem Zeitpunkt des Landeanflugs sehen.“

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