DPMA-Jahresstatistik 2024 Wieder deutlich mehr Patentanmeldungen aus Deutschland

Quelle: DPMA 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Unternehmen aus Deutschland haben 2024 deutlich mehr Erfindungen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) angemeldet als im Vorjahr. Die Zahl der Patentanmeldungen aus dem Inland lag bei 40.064 und damit 4,0 Prozent höher als 2023.

Das Deutsche Patent- und Markenamt verzeichnete 2024 mehr Erfindungen von inländischen Unternehmen als im Vorjahr. Dabei dominiert die Automobilbranche das Patent-Ranking.(Bild:  DPMA)
Das Deutsche Patent- und Markenamt verzeichnete 2024 mehr Erfindungen von inländischen Unternehmen als im Vorjahr. Dabei dominiert die Automobilbranche das Patent-Ranking.
(Bild: DPMA)

„Es ist ein gutes Zeichen, dass deutsche Unternehmen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage stark in Forschung und Entwicklung investieren und auf den Schutz ihrer Innovationen setzen“, sagte DPMA-Präsidentin Eva Schewior.„Gewerbliche Schutzrechte haben für unsere Gesellschaft eine herausragende Bedeutung. Sie sind ein wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und fördern so Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand. Das Patentsystem regt zudem Innovationen an und hilft damit beim Bewältigen gesellschaftlicher Herausforderungen.“

Elektromobilität und Infotainment statt Verbrennungsmotor

Im Patentbereich setzten sich Trends fort: Die dominierende Branche ist nach wie vor die Automobilindustrie. Unter den Top 10 der anmeldestärksten Unternehmen fanden sich auch im vergangenen Jahr ausschließlich Automobilhersteller und Zulieferer – dieselben zehn wie 2023 in leicht veränderter Rangfolge. Die Top 10, die zusammen fast 30 Prozent aller Patentanmeldungen einreichten, konnten insgesamt die Zahl ihrer Anmeldungen im Vergleich zum Vorjahr zudem überdurchschnittlich steigern. Auf Rang 1 liegt die Robert Bosch GmbH mit 4.496 Anmeldungen. Darauf folgen die Bayerische Motoren Werke AG (2.297) und die Mercedes-Benz Group AG (2.138) auf den Plätzen 2 und 3.

Die wichtigen Zahlen im Überblick.(Bild:  DPMA)
Die wichtigen Zahlen im Überblick.
(Bild: DPMA)

Das mit Abstand anmeldestärkste Technologiefeld beim DPMA bleibt mit dem „Transport“ folgerichtig ein Bereich, in dem die Automobilindustrie die dominierende Anmelderschaft ist: 11.153 Anmeldungen gingen dort ein – ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber 2023.

Treibende Innovationsbereiche beim „Transport“ sind der Trend zum Infotainment im Fahrzeug und die Elektromobilität. Die internationale Patent-Klasse B60K, in der unter anderem Instrumente und Armaturen im Auto erfasst werden, legte um 33,4 Prozent zu. Entwickelt werden zum Beispiel neuartige Displays und Möglichkeiten, Instrumente in der Fahrerkabine über die Sprache und über Gesten zu steuern. Stark steigend ist auch die Zahl der Anmeldungen zur Elektromobilität. Die Technikklasse für Antriebe von Elektroautos (B60L) legte um 14,4 Prozent zu.

Maschinenbau weiter stärkster Technologiesektor

Die Technologiefelder ordnet die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) fünf Technologiesektoren zu. Der anmeldestärkste Sektor beim DPMA war 2024 abermals der „Maschinenbau“ mit 23.765 Anmeldungen, gefolgt von der „Elektrotechnik“ (17.772) und dem Sektor „Instrumente“ (9.162). Darauf folgten die „Chemie“ (4.382) und der Sektor „Sonstige Gebiete“ (3.897), in dem Bauwesen, Möbel und Spiele sowie sonstige Konsumgüter zusammengefasst sind.

Konstruktionsleiter Forum

Produktentwicklung neu denken

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?

Das Konstruktionsleiter Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.

Patent-Ranking der Länder: Baden-Württemberg immer deutlicher an der Spitze

Ein Ranking erstellt das DPMA jedes Jahr auch für die Bundesländer. Baden-Württemberg liegt hier mit 15.494 Patentanmeldungen (+ 5,7 Prozent) deutlich auf Rang 1. Den Abstand zum zweitplatzierten Bayern (11.361 Anmeldungen, + 5,0 Prozent) vergrößerte das Land sogar noch etwas. Auf Rang 3 liegt abermals Nordrhein-Westfalen mit 5.336 Anmeldungen (- 3,6 Prozent). Bezieht man die Anmeldungen auf die jeweilige Bevölkerungszahl, so ergibt sich ein leicht verändertes Ranking. Baden-Württemberg liegt mit 137 Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner weiter vor Bayern (85). Auf Platz 3 folgt dann aber Niedersachsen (38). Das sind auch die Bundesländer, in denen die großen deutschen Automobilhersteller ihren Hauptsitz haben. Bemerkenswert ist der 5. Platz von Thüringen (25), das sich im Ranking vor allen anderen ostdeutschen Bundesländern auf Platz 5 behauptet hat.

Bei Markenanmeldungen stehen ebenfalls die genannten Bundesländer auf den ersten drei Plätzen – allerdings in umgekehrter Reihenfolge: Mit großem Abstand führt Nordrhein-Westfalen mit 21.568 vor Bayern mit 11.431 und Baden-Württemberg mit 8.053 Anmeldungen. Rechnet man auf die jeweilige Bevölkerung um, liegt Hamburg mit 163 Markenanmeldungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf Rang 1. Es folgen Berlin (126) und Nordrhein-Westfalen (119) auf den Rängen 2 und 3.

(ID:50352704)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung