Antrieb Wie Wasserstoff die Baustellen umweltfreundlicher macht

Quelle: Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft 2 min Lesedauer

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Immer mehr Unternehmen bieten für Baumaschinen neben Brennstoffzellen und E-Antrieb auch Wasserstoffverbrenner an. Die Technologie bietet einige Vorteile.

Liebherr hat einen ersten Prototypen des H966 Wasserstoffmotors bereits auf der Bauma 2022 vorgestellt. Mit ihm wird der Liebherr Raupenbagger R9XX H2 betrieben. Die Antriebstechnologie wird in diesem Jahr unter anderem vom 12. bis 18. November auf der Systems & Components im Rahmen der Agritechnica in Hannover gezeigt.(Bild:  Liebherr)
Liebherr hat einen ersten Prototypen des H966 Wasserstoffmotors bereits auf der Bauma 2022 vorgestellt. Mit ihm wird der Liebherr Raupenbagger R9XX H2 betrieben. Die Antriebstechnologie wird in diesem Jahr unter anderem vom 12. bis 18. November auf der Systems & Components im Rahmen der Agritechnica in Hannover gezeigt.
(Bild: Liebherr)

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft DLG hat einen Einblick in aktuelle Entwicklungen rund um Antriebe mit Wasserstoff gegeben. Laut einer Mitteilung basieren die modernen Wasserstoffmotoren auf der bekannten und bewährten Verbrennungstechnologie und machen diese fit für eine nachhaltige Zukunft.

Der Vorteil daran sei, dass ein Wasserstoffverbrennungsmotor in dieselbe Maschine eingebaut werden könne wie ein Dieselmotor. Dabei verwende er dasselbe Getriebe, Kühlsystem und Hydrauliksystem und sei deshalb so robust wie ein herkömmlicher Dieselmotor.

Im Vergleich zur Brennstoffzelle sei ein Wasserstoffverbrenner kostengünstiger und schnell umsetzbar, um etwa eine CO2-freie Mobilität im landwirtschaftlichen Umfeld sowie auf Baustellen zu ermöglichen. Zwar liegt sein Wirkungsgrad bei niedrigen und mittleren Lasten unter dem der Brennstoffzelle, bei Volllast aber darüber. Aus diesem Grund eigne der Wasserstoffverbrenner sich besonders für Baumaschinen, da diese laut dem Netzwerk häufig unter hoher Last betrieben werden.

Serienproduktion bis 2025

Herausforderungen bei dieser Art des Motors seien Motorklopfen und vorzeitige Zündungen. Um trotz hoher Verdichtung einen stabilen Betrieb ohne Klopfen zu erreichen, müssen Wasserstoffmotoren mit einem hohen Luftüberschuss betrieben werden. Um dieses Gemisch zu entzünden, reicht die Energie einer konventionellen Zündkerze nicht aus, heißt es weiter. Unternehmen wie die Mahle Jet Ignition (MJI) haben dafür jedoch bereits Lösungen parat, indem in einer Vorkammer des Zylinders eine geringe Menge eines zündfähigen Gemisches verbrennt wird. Versuche mit den H966- und H964-Motoren von Liebherr sollen dabei gute Ergebnisse in punkto Verbrennungsgeschwindigkeit, Leistung und Emissionen gezeigt haben.

Liebherr selbst arbeitet an weiteren wasserstoffbasierten Antriebstechnologien wie der H2-Direkteinblasung (DI). Letztere verspricht eine höhere Leistungsdichte als die H2-Saugrohreinblasung und eignet sich damit für anspruchsvolle Heavy-Duty-Anwendungen in der Bau- und Miningbranche. Bis 2025 will Liebherr mit der Serienproduktion seiner Wasserstoffmotoren starten. Auch Bosch arbeitet aktuell an Systemen mit Saugrohr- beziehungsweise Direkteinspritzung und ist an mehr als 100 Projekten weltweit beteiligt. Der neue Injektor AFI-LP (Alternative Fuel Injector - Low Pressure) beispielsweise bietet neben der Direkteinspritzung von Wasserstoff auch die Option zur Verwendung anderer Kraftstoffe wie Methanol.

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