Leitfaden Wie steht es um das Metaverse?

Von Bitkom 3 min Lesedauer

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Hoffnung oder ist der Hype vorbei? Bitkom hat einen Leitfaden zum aktuellen Stand des Metaverse veröffentlicht, der unter anderem zeigt, wo die Technologie heute eingesetzt wird und was von KI zu erwarten ist.

Im Rahmen der Umfrage zur Bekanntheit des Begriffs Metaversum oder Metaverse in Deutschland 2024 gaben 54 Prozent der Befragten an, schon einmal von dem Begriff "Metaversum" bzw. "Metaverse" gelesen oder gehört zu haben. Mittlerweile geben 13 Prozent an, gut erklären zu können, worum es sich dabei handelt – ein Zuwachs von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2023.(Bild:  Statista)
Im Rahmen der Umfrage zur Bekanntheit des Begriffs Metaversum oder Metaverse in Deutschland 2024 gaben 54 Prozent der Befragten an, schon einmal von dem Begriff "Metaversum" bzw. "Metaverse" gelesen oder gehört zu haben. Mittlerweile geben 13 Prozent an, gut erklären zu können, worum es sich dabei handelt – ein Zuwachs von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2023.
(Bild: Statista)

Von der Visualisierung von Großbauprojekten über Schulungssysteme für die Polizei bis hin zu digitalen Maschinenparks oder virtuellen Meetings auf der Insel – all das ist dank des Metaverse möglich, einer dreidimensionalen Erweiterung des Internets, welche die physische Welt mit der virtuellen Welt in Echtzeit verknüpfen soll. Lange euphorisch als Zukunftstechnologie gehandelt, ist es ruhiger geworden um das Metaverse. Ist das Metaverse also ein gescheitertes Zukunftsprojekt oder wächst es entgegen den Abgesängen weiter?

Obwohl der anfängliche Enthusiasmus in einigen Anwendungsbereichen nachgelassen hat, bleibt die grundlegende Bedeutung des Metaverse bestehen. Es hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir arbeiten, wirtschaften, lernen und interagieren, grundlegend zu verändern, und es bleibt ein unverzichtbares Element der digitalen Zukunft.

Aus dem Leitfaden „Der aktuelle Stand des Metaverse“

Was das Industrial Metaverse kennzeichnet

Als Industrial Metaverse werden Anwendungsbereiche bezeichnet, die auf einen Einsatz im industriellen Sektor zielen. Es umfasst dabei den gesamten Produktlebenszyklus von Design über Engineering, Produktion und Betrieb bis hin zum Recycling. Dazu bietet es eine digitale Umgebung, die reale industrielle Prozesse, Produktionsanlagen und gesamte Lieferketten in virtuellen, interaktiven 3D-Welten abbildet. Es vereint also Funktionen zur Visualisierung und Interaktion mit Daten auf intuitive und realitätsnahe Weise, sodass die Benutzer industrielle Prozesse besser verstehen und steuern können.

Die digitalen Welten sind dazu in der Endausbaustufe in Echtzeit mit den realen Datenströmen, Sensorinformationen und Betriebsabläufen verknüpft, sodass sie eine genaue, dynamische und jederzeit aktualisierte Darstellung der physischen Welt bieten. Im Industrial Metaverse sind also die verschiedensten Technologien und Informationen miteinander verknüpft, mit dem schon heute erfahrbaren Mehrwert, die Produktivität, Effizienz und Flexibilität in der industriellen Produktion zu steigern.

Im industriellen Metaverse, wo die Entwicklung zwar noch am Anfang steht, vermag es gleichzeitig aber schon von Beginn an realen Kundennutzen zu stiften.

Aus dem Leitfaden „Der aktuelle Stand des Metaverse“

Leitfaden zeigt Praxisbeispiele

Der neue Leitfaden „Der aktuelle Stand des Metaverse“ des Bitkom bietet eine fundierte Einordnung der Entwicklungen, analysiert regulatorische und technologische Fortschritte und zeigt anhand zahlreicher Praxisbeispiele auf, wie sich Unternehmen aus verschiedensten Branchen die Potenziale der Technologie zunutze machen können. „Während die Investitionen in Consumer-Anwendungen zurückgegangen sind, entwickeln sich industrielle und unternehmensorientierte Anwendungen des Metaverse kontinuierlich weiter – wenn auch weniger sichtbar als in der Hype-Phase. Technologien wie künstliche Intelligenz und AR/VR beeinflussen sich gegenseitig und treiben Innovationen im Bereich des Metaverse voran“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Leiter Märkte und Technologien beim Bitkom. „Unternehmen sollten diese Entwicklung nicht unterschätzen, sondern strategisch begleiten.“

Interessant sind auch die langfristigen globalen Marktprognosen, die das generelle Metaverse-Marktpotenzial beleuchten. So variieren die Schätzungen erheblich: J.P. Morgan schätzt das Potenzial auf 1 Billion Dollar, während BCG ein Marktvolumen von 1,3 Billionen Dollar im Jahr 2030 voraussieht. McKinsey ist noch optimistischer und schätzt das Marktpotenzial auf 5 Billionen Dollar im Jahr 2030. Die höchste Schätzung kommt von Goldman Sachs, die von einem Potenzial von bis zu 8 Billionen Dollar ausgehen.

Aus dem Leitfaden „Der aktuelle Stand des Metaverse“

Wie eine repräsentative Bitkom-Studie unter über 600 Unternehmen im letzten Jahr zeigte, herrscht unter deutschen Unternehmen noch eine große Unsicherheit beim Thema Metaverse:

  • 83 Prozent sagen, sie warten erst einmal ab, welche Erfahrungen andere Unternehmen mit dem Metaverse machen.
  • Grundsätzlich steht aber rund ein Viertel (23 Prozent) dem Metaverse interessiert und aufgeschlossen gegenüber, weitere 43 Prozent sind noch unentschieden.

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