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Simulation

Wie Simulation die Entwicklung eines sicheren FUVs beschleunigt

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Das Dach trägt die dreifache Last

Dacheindrückanalyse: Weil es sich beim SRK um eine vollkommen neue Fahrzeugart handelt, hielt es das Team für das Beste, auch branchenübergreifende Tests heranzuziehen, die dessen Anspruch an höchste Motorradsicherheit unterstreichen und damit das Vertrauen des Marktes in ihr Produkt steigern würde. So verwendete das Team bei seinen Untersuchungen im Entwicklungsprozess unter anderem Richtlinien für Dacheindrücktests, bei denen das Dach die dreifache Last des Fahrzeuggewichts tragen musste.

Für die Dacheindrückanalysen griff das Team wiederum auf Hypermesh für die Modellerstellung zurück und setzte danach Radioss für virtuelle Crashtests ein. Hypermesh wurde verwendet, um einen sehr komplexen Überrollkäfig zu modellieren, dabei musste jedes Rohr des Fahrzeug-Überrollkäfigs mit dem nächsten Rohr durch eine Gehrung und entsprechende Knoten fest verbunden sein.

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Für die Dacheindrücksimulationen selbst kam anschließend Altairs Radioss-Solver zum Einsatz. Mit Radioss können sehr komplexe Aufgaben mit einer starken Verformung, dynamischen Events, nichtlinearen Materialien mit progressiven Versagensmodellen und vielen anderen Eigenschaften in relativ kurzer Zeit gelöst werden. Mit dem passenden Werkzeug für die Physik konnten so reproduzierbare, genaue Ergebnisse erzielt werden, und die Verkürzung der Simulationszyklen verhalf den Ingenieuren zu mehr Zeit für andere Aufgaben und Iterationen, die sie dabei unterstützten, bessere Designentscheidungen zu treffen.

Sobald ein Modell erstellt und für die Berechnung bereit war, hatten die Ingenieure die Möglichkeit, verschiedene Wandstärken einzustellen und die Ergebnisse mit dem ursprünglichen Design zu vergleichen, so dass sie dank verlässlicher Simulationsergebnisse auf ihre Konstruktion und darauf, dass diese das Testgewicht tragen würde, vertrauen konnten. Dieses Vorgehen sorgte für ein weiteres Marketingargument und gab ihnen Daten an die Hand, mit denen sie ihre Ergebnisse belegen konnten.

Simulation stützt die Erfahrung

Arcimoto hatte die Messlatte für ihren SRK hoch gelegt und um den Ansprüchen gerecht zu werden, hat das Team eine Maschinenbauingenieurin mit hoher Kompetenz in den Bereichen automobile Strukturen und Crash-Anforderungen in das Projekt eingebunden. So konnten die Sicherheit, Stabilität und Steifigkeit des Fahrzeuges über das für Motorräder üblicherweise benötigte Niveau hinaus verbessert werden. Die Ingenieurin hat sich wiederum für eine Software entschieden, mit der ihr Team schnell und effizient lineare und nichtlineare Analysen für viele verschiedene Lastfälle durchführen konnte. Solide Entscheidungen des Teams konnten so durch valide Tests bestätigt werden.

Wie zufrieden Stephanie Moore-Fuller, Maschinenbauingenieur für Fahrzeugstrukturen und Sicherheit bei Arcimoto, mit der Zusammenarbeit mit Altair ist, zeigt sich in folgender Aussage: „Die Unterstützung durch Altair hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Da ich nun mit einer beträchtlichen Zeitzonendifferenz arbeite, sind meine Kollegen und ich dazu übergegangen, einen Support Request zu erstellen anstatt anzurufen, und wir haben festgestellt, dass das Support-Team uns gut durchdachte und hilfreiche Antworten liefert.“ (ud)

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