Hydraulik Wie sich Kostenfallen bei Hydraulikleitungen vermeiden lassen

Von Georg Rempel 3 min Lesedauer

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Hydraulikleitungen sind in jedem Nutzfahrzeug wichtiger Bestandteil. Allerdings können sie ihre Vorteile nur dann ausspielen, wenn sie auf den jeweiligen Einsatzzweck hin optimiert sind. Wird der Optimierung zu wenig oder zu spät Beachtung geschenkt, können unnötig hohe Kosten entstehen.

Ingenieure von Voss konstruieren Leitungsverläufe und kombinieren Funktionalität mit Produktdesign.(Bild:  Voss Fluid)
Ingenieure von Voss konstruieren Leitungsverläufe und kombinieren Funktionalität mit Produktdesign.
(Bild: Voss Fluid)

Bei hydraulischer Verbindungstechnik gibt es eine extrem hohe System- und Typenvielfalt sowie hohe Qualitätsunterschiede. Beratungsleistung ist daher unbedingt zu empfehlen. Einzelkomponenten sollten perfekt auf den Anwendungsfall zugeschnitten sein. Zu bedenken ist, dass sich die Anwendung über die Jahre verändern kann, weshalb Leitungen erneuert oder neu verlegt werden sollten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Rohrleitungen unterschiedlich verlaufen und je nach Einsatzgebiet in unterschiedlicher Ausprägung beansprucht werden.

Für Rohr- und Schlauchleitungen wird es eng im Fahrzeugraum

Ein Beispiel aus der Fahrzeugkonstruktion: Je frühzeitiger die Kunden Hydraulik-Experten bei der Planung des Fahrzeugraums hinzuziehen, desto individueller können die zu verbauenden Rohr- und Schlauchleitungen gefertigt werden. Dabei geht es auch um die grundlegende Frage, wie viele Einzelkomponenten und „Insellösungen“ zum Einsatz kommen oder ob man auf einbaufertige Hydraulikleitungen setzt. In letzterem Fall kauft der Kunde die gesamte Kompetenz des Entwicklers und Monteurs in Hinblick auf das Zusammenspiel aller Komponenten und erhält ein ganzheitliches Montageprinzip, innerhalb dessen alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind.

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Das Hydrauliksystem hat im zunehmend enger werdenden Fahrzeugraum immer weniger Platz. Dementsprechend höher muss die Effizienz des Systems sein. Die stetige Optimierung des Systems wird jedoch oft vernachlässigt. Dabei ist die Wahl der richtigen Verbindungstechnik grundlegend, kommt es bei einer Hydraulikleitung doch in erster Linie auf das Zusammenspiel zwischen Rohr und Verbindung an. Dementsprechend hoch sind die Ansprüche an diese Verbindungen: Sie müssen dauerhaft hohen Drücken standhalten, flexibel auf Schwingungen der Bauteile reagieren, strömungsgünstig und leckagesicher sein. Daher gilt es, die richtigen Komponenten sorgfältig auszuwählen und auf die Dimensionierung der Rohrleitungen (Werkstoff, Länge, Rohrinnendurchmesser, Wandstärke etc.) anzupassen.

Verwendungsdauer hängt von Einsatz- und Umweltbedingungen ab

Verwendungsdauer von Schlauch- und Rohrleitungen hängt auch von den Einsatz- und Umweltbedingungen ab. Denn aufgrund permanenter Druckverhältnisse, Umwelteinflüsse, Beschädigungen und natürlicher Alterung ist die Lebensdauer von Hydraulikleitungen endlich. Je anspruchsvoller bzw. extremer diese Bedingungen sind, desto angemessener sollten die Abstände sein, in denen die Leitungen ausgewechselt werden. Allein der Faktor Witterung: Ein Bagger im Steinbruch beispielsweise hat andere Anforderungen als ein Bagger, der an der Küste zum Einsatz kommt. Salzwasser greift das Material anders an als Erde und Staub. Die Komponenten müssen sich dabei nicht wesentlich unterscheiden, die Anforderungen und Umgebungsbedingungen dafür umso mehr. Und das ist nur ein Faktor von vielen, den es zu berücksichtigen gibt. Hier ist eine hohe Beratungskompetenz verbunden mit einer exzellenten Kenntnis des Einsatzzweckes gefordert.

Leitungskomponenten richtig aufstellen

Von den äußeren Bedingungen abgesehen, kommt es auf die richtige Aufstellung aller Leitungskomponenten an. Auch hier besteht häufig Optimierungspotenzial – insbesondere dann, wenn das hydraulische System mehr leisten muss als ursprünglich vorgesehen, beispielsweise durch fortwährende, impulsartige Druckstöße, wodurch alle Komponenten extrem beansprucht werden. In diesem Fall gilt es, das System darauf anzupassen. Auch daher werden die Experten von Voss Fluid vermehrt zur Beratung bei Fremdsystemen hinzugezogen.

Das Team setzt bei einbaufertigen Hydraulikleitungen auf den Systemgedanken: Gerade in der Zusammenarbeit mit global agierenden OEMs haben die Experten ihr Angebot in den vergangenen Jahren auf individuell gefertigte, einbaufertige Hydraulikleitungen mit den entsprechenden Serviceleistungen dahinter ausgebaut.

Systemgedanke sorgt für einheitliche Qualitätsstandards

Mit aufeinander zugeschnittenen Systemkomponenten stellen Fahrzeug- und Maschinenbauer einen einheitlichen Qualitätsstandard sicher, statt auf viele einzelne Insellösungen zu vertrauen. Vorsortierte Montagekits und einbaufertige Baugruppen garantieren eine direkte Verfügbarkeit aller Komponenten, was nicht nur die einzelnen Prozesse optimiert, sondern auch Lagerkosten und Wiederbeschaffungszeiten reduziert.

Beim Prinzip „alles aus einer Hand“ profitiert der Kunde von einem eingespielten Team an Komponenten. Zu Beginn jedes Fertigungs- oder Optimierungsprozesses steht daher die Produktauswahl. Sie ist entscheidend, um in den Fahrzeugen und Maschinen die ideale Leitungsführung und Funktionserfüllung zu gewährleisten.

Neben dieser grundlegenden Beratung sollte ein detailliertes Montagetraining gleich mit im Angebot stehen. Die persönlichen Schulungen reduzieren Folgekosten für Reparaturen, Service und Instandhaltung –zugunsten einer steigenden Prozesssicherheit.

* Georg Rempel ist Leiter Productmanagement & Services bei VOSS Fluid.

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