Produkt Life Cycle Wie mittelständische Maschinenbauer von einer durchgängigen PLM-Plattform profitieren können
Bei Arburg ist jede Maschine anders. Der führende Hersteller von Spritzgießmaschinen setzt daher auf eine einheitliche IT-Basis, die den gesamten Produkt Life Cycle jeder Maschine digital begleitet. Die PLM-Lösungen von Dassault Systèmes unterstützen den gesamten Entstehungsprozess eines Produkts – von der Konzeption über die Analyse und Simulation bis hin zur Fertigung.
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Lange Zeit galten Amazon oder Ebay als Benchmark für Benutzerfreundlichkeit im Web. Inzwischen haben BtoB-Unternehmen nachgezogen. Das Portal von Arburg gewährt dem Kunden nicht nur bequeme Ersatzteilbestellungen, sondern Allround-Sichten auf seine komplexe Spritzgießmaschine.
Der Kunde kann online selbst seine Ersatzteile bestellen. Per Klick erscheint seine Maschine als 3D-Darstellung am Monitor inklusive der kompletten Stückliste. Spielend zoomt sich der Anwender in das Innenleben der Maschine. Von der grafischen Darstellung wechselt er in die Teileliste und schaut nach, ob das benötigte Modul im Lager vorrätig ist. Er legt die Ersatzteile in den „Warenkorb“, das System löst automatisch die Bestellung aus und erstellt die Rechnung. „Durchgängige Transparenz ist der zentrale Erfolgsfaktor im Wettlauf um Zeit und Kosten“, sagt Andreas Dümmler, Bereichsleiter Informationssysteme bei Arburg, einem der weltweit führenden Spritzgießmaschinenbauer.
Die Integration von Geschäftsprozessen und IT-Systemen ist die grundlegende Voraussetzung für dieses 3D-Portal. Bis diese virtuelle Arburg-Welt aufgebaut war, musste das 60köpfige IT-Team Prozesse standardisieren und neue IT-Systeme einführen. Knackpunkt des Mammutprojektes war die Verknüpfung zwischen dem ERP-System von Arburg und den Produktdaten, die in CATIA und ENOVIA VPM generiert werden.
Arburgs dreidimensionale Online-Welt
Die Anforderungen an die IT, die sich aus dem Produktportfolio und der Modulbauweise der kundenspezifischen Maschinen ergeben, sind hoch. Um die führende Marktstellung weiter ausbauen zu können, entwickelt Arburg die Modularität seiner Maschinen stetig weiter. Das Baukastensystem, das immer detaillierter wird, zieht sich wie ein roter Faden durch die Angebotspalette.
Die Standardisierung hilft, die kurzen Lieferzeiten von 2 bis 3 Monaten einhalten zu können. Das Projekt für die prozessorientierte IT mit dem virtuellen Produktmanagement hat das time-to-market sprunghaft verbessert, die Geschwindigkeit von der Entwicklung bis zur Auslieferung nochmals halbiert.
Nach dem Leitsatz „Zukunftssichernde Prozessoptimierung mit standardisierten IT-Lösungen“ gestaltet das IT-Team in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen die Informationsverarbeitung neu. Das bestehende ERP-System und etliche Legacy-Anwendungen löst Arburg durch SAP ab. Das senkt die Kosten für die Wartung der IT und schafft durchgängige end-to-end Prozesse. Im Mittelpunkt der Anwendungsintegration stand die Einführung eines Konfigurationsmanagements, dem eine einheitliche Datenverwaltung zugrunde liegt.
Vom ersten Entwicklungsschritt an bauen die Ingenieure mit CATIA die Maschine virtuell auf. Jeder Änderungsstand wird datumsgenau gespeichert. Die Schnittstellen vom CAD / CAM zum Beschaffungs- und Bestellsystem garantieren einen 3D-Blick auf jede bei Arburg entwickelte Komponente. (Mehr Infos auf den folgenden Seiten)
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