Produktentstehung
Wie KI die Entwicklung von Schiffen vorantreibt

Ein Gastbeitrag von Claudia Becker 6 min Lesedauer

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Der Schiffsbau ist eine der ältesten Industrien, seit Tausenden von Jahren bauen Menschen Schiffe. Doch es ist an der Zeit, die Herangehensweise bei der Entwicklung von Schiffen und im Speziellen Schiffsrümpfen zu ändern.

Das neuartige Design-Space-Exploration-Tool Neural-Shipper versteht die Semantik der Form von Objekten in Bewegung, bewertet die Leistung und optimiert Rümpfe in Bezug auf die Strömung. (Bild:  Compute Maritime)
Das neuartige Design-Space-Exploration-Tool Neural-Shipper versteht die Semantik der Form von Objekten in Bewegung, bewertet die Leistung und optimiert Rümpfe in Bezug auf die Strömung.
(Bild: Compute Maritime)

Heute werden rund 90 Prozent des Welthandels auf dem Wasserweg abgewickelt. Im Jahr 2020 emittierte der Schifffahrtssektor fast 3 Prozent der CO2-Emissionen. Ohne weitreichende Änderungen könnten die jährlichen Emissionen der Schifffahrt bis 2050 auf 18 Prozent der Gesamtemissionen ansteigen. „Netto Null“ ist nicht allein mit neuartigen Kraftstoffen wie beispielsweise Wasserstoff zu erreichen; Schiffsdesign und -engineering müssen sich radikal verändern.

Varianten schnell generieren und optimieren

Ein neuartiges Werkzeug dafür hat das Unternehmen Compute Maritime mit dem Neural-Shipper entwickelt. Neural-Shipper ist ein Design Space Exploration Tool, mit dem Formvarianten von Schiffsrümpfen, Propellern, Tragflügeln, windunterstützte Antriebssystemen sowie Energy Saving Devices (ESD) innerhalb von wenigen Minuten generiert und optimiert werden können. Die generierten Entwürfe werden so effizient strömungsoptimiert, dass zukünftig auch Nachhaltigkeitsziele in die Optimierung des Designprozesses mit einbezogen werden können.