Produktentstehung Wie drei „A“ für einen Wandel der Produktentwicklung sorgen

Ein Gastkommentar von Jon Hirschtick 3 min Lesedauer

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Jon Hirschtick, Mitbegründer von Onshape, teilt seine Gedanken zu aktuellen Trends, die weltweit zu einem raschen Wandel in der Produktentwicklung führen werden. Kurz gesagt: Es geht um drei „A“ – agil, additiv und augmented.

Veränderte Anforderungen, neue Arbeitsweisen – die Produktentwicklung ist im Wandel.(Bild:  Andrii Starunskyi/PTC)
Veränderte Anforderungen, neue Arbeitsweisen – die Produktentwicklung ist im Wandel.
(Bild: Andrii Starunskyi/PTC)

Angetrieben von der starken Volatilität, die wir überall in der Welt erleben, stehen Produktentwickler vor Veränderungen der drei „A“: agil, additiv und augmented. Hardware-Entwickler werden anfangen, agile Prozesse zu übernehmen, ähnlich wie bei der Software-Entwicklung. Warum das gerade jetzt geschieht, hat vier Gründe:

  • Rascher Wandel in der Welt.
  • Aus der agilen Softwareentwicklung wurden Lehren gezogen.
  • Die neue Generation von Arbeitnehmern, die in ihrer Kultur und ihren Werkzeugen „agile-natives“ sind.
  • Die Tools sind jetzt verfügbar – Cloud-native Tools für CAD und PDM, mit Echtzeit-Zusammenarbeit, Verzweigung und Zusammenführung, etc.

„Für das Jahr 2023 freue ich mich natürlich über meine „drei A“ des schnellen Wandels für Produktentwickler: Agile Prozesse, additive Fortschritte und Augmented-Computing-Tools. Aber noch mehr freue ich mich auf die großartigen Produkte, die sich daraus ergeben werden“, sagt Jon Hirschtick, Mitbegründer der Produktentwicklungsplattform Onshape. (Bild:  photos.ilyamirman.com/PTC)
„Für das Jahr 2023 freue ich mich natürlich über meine „drei A“ des schnellen Wandels für Produktentwickler: Agile Prozesse, additive Fortschritte und Augmented-Computing-Tools. Aber noch mehr freue ich mich auf die großartigen Produkte, die sich daraus ergeben werden“, sagt Jon Hirschtick, Mitbegründer der Produktentwicklungsplattform Onshape.
(Bild: photos.ilyamirman.com/PTC)

Was den Wandel antreibt

Was den ersten Punkt betrifft, so denken Sie nur an geopolitische und gesellschaftliche Herausforderungen: Umwelt- und Sozialvorschriften, Krieg und Politik sowie die jüngste Pandemie zwingen die Unternehmen zu großen Veränderungen – es geht um

  • Preise und Verfügbarkeit von Materialien, Energie und Komponenten
  • Partner und Standorte in der Lieferkette
  • Wie und wo Designteams heutzutage aufgestellt sind
  • Wie viele von welchen Produkten hergestellt werden

Zweitens entwickeln alle Hardware-Unternehmen heute bereits Software und verwenden dafür auch agile Prozesse – sie verstehen mittlerweile, wie gut es funktioniert.

Der dritte Faktor, der die Einführung agiler Verfahren beschleunigt, ist die neue Generation von Arbeitskräften. Sie kommen in die Geschäftswelt mit einer eingebauten Kultur agiler Prozesse in ihrer Denkweise und den von ihnen verwendeten Werkzeugen.

Der vierte Faktor, der die Agilität vorantreibt, ist die Tatsache, dass jetzt geeignete Werkzeuge verfügbar sind. Anwender können CAD und PDM in Cloud-nativen Formen mit Funktionen nutzen, die perfekt für agile Arbeitsabläufe sind. Cloud-native Tools, die jeder im Team nutzen kann, auf jedem Gerät, überall, zusammen mit Funktionen wie Verzweigung und Zusammenführung und Echtzeit-Zusammenarbeit sind endlich auch für Hardware-Ingenieure da.

Hohes Innovationspotenzial der additiven Fertigung

Kommen wir zum zweiten „A“: Additive Fertigung oder 3D-Druck gibt es schon seit langem, und die meisten Produktentwickler kennen und nutzen sie. Bei der additiven Fertigung muss man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass man sie nicht kennt, wenn man sie nicht in letzter Zeit gesehen hat – es ist ein Bereich, in dem sich die Möglichkeiten von Maschinen, Werkstoffen und Softwaretools für die additive Fertigung sowie die Erfahrungen, Fähigkeiten und Innovationen permanent massiv verändern. Jeder Produktentwickler muss also sein Wissen über die additive Fertigung auffrischen, denn das Jahr 2023 wird ein weiterer großer Schritt auf diesem Weg sein.

Konstruktionsleiter Forum

Produktentwicklung neu denken

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?

Das Konstruktionsleiter Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.

Computerwerkzeuge beschleunigen Konstruktion und Entwicklung

Das dritte „A“ steht für augmented und damit gemeint ist, dass im Jahr 2023 Konstrukteuren Computerwerkzeuge an die Hand gegeben werden, die ihre Arbeit beschleunigen können. Ein gleichnamiges Beispiel ist Augmented Reality. Damit können Live-CAD-Modelle in der realen Welt über Augmented Reality auf den Handys und Tablets der Produktentwickler angezeigt werden.

Cloud-native Tools bieten zunehmend massive Computerleistung, um den Ingenieur im CAM-Bereich, bei Simulation, generativem Design, Rendering und mehr zu unterstützen. Dadurch werden leistungsstarke Datenverarbeitungssysteme viel einfacher und leichter für jeden Ingenieur überall verfügbar. Sie müssen sich nicht mehr mit mühsamer Hardwarebeschaffung, Einrichtung, Wartung, Upgrades, Service Packs, Versionen, Lizenzcodes usw. befassen. Konstrukteure und Produktentwickler werden mehr Leistung haben, und zwar direkt auf ihrem Computer, Tablet oder sogar auf ihrem Smartphone, ohne Probleme und in größerer Menge.

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