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Wie bei Dallara schnelle und leichte Fahrzeuge entstehen

Ein Gastbeitrag von Michele Del Mondo 4 min Lesedauer

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Der italienische Rennfahrzeugspezialist Dallara gilt als Vorreiter digitaler Entwicklung im Fahrzeugbau. Mit der CAD-Software von PTC setzt Dallara auf integrierte Prozesse, funktionales Design und nachhaltigen Leichtbau – vom ersten Entwurf bis zur fertigungsgerechten Konstruktion.

Dallara setzt auf Creo von PTC als vernetzte Entwicklungsumgebung mit Anbindung an PDM, Simulation und CAM. Das Ergebnis: beschleunigte Entwicklungszyklen, höhere Anpassungsfähigkeit und fundierte, nachvollziehbare Designentscheidungen.(Bild:  M. Zwettler, konstruktionspraxis)
Dallara setzt auf Creo von PTC als vernetzte Entwicklungsumgebung mit Anbindung an PDM, Simulation und CAM. Das Ergebnis: beschleunigte Entwicklungszyklen, höhere Anpassungsfähigkeit und fundierte, nachvollziehbare Designentscheidungen.
(Bild: M. Zwettler, konstruktionspraxis)

Am Unternehmenssitz von Dallara im norditalienischen Varano de’ Melegari entstehen nicht nur Chassis für Formelserien wie IndyCar oder Formel 2; auch straßenzugelassene Fahrzeuge wie der Dallara Stradale werden dort entwickelt – allesamt mit einem konsequent digitalisierten Engineering-Prozess. Dieser reicht von der ersten funktionalen Skizze über die aerodynamische Auslegung bis zur last- und werkstoffgerechten Konstruktion ultraleichter Strukturen.

Architektur von innen nach außen denken

Im Gegensatz zu klassischen OEM-Prozessen verfolgt Dallara einen inversen Architekturansatz: Die Konstruktion beginnt nicht mit dem Packaging, sondern mit dem zentralen Triebstrang. Davon ausgehend wird das Fahrzeug gesamtheitlich entworfen – unter Berücksichtigung von Gewichtszentrierung, aerodynamischer Wirksamkeit und mechanischer Effizienz. Diese Methodik erlaubt es, die Systeme nicht separat, sondern als vernetzte Gesamtstruktur auszulegen.