Entwicklung

Werkstoffwissen in der Hauptrolle

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CES Selector 2016: mit besseren Materialentscheidungen zu leistungsfähigeren Produkten

Granta Design hat die aktuelle Version 2016 von CES Selector veröffentlicht. Die Software umfasst ein innovatives Werkzeug, mit dem die Auswirkungen von Material- und Prozessentscheidungen auf die Produktkosten berücksichtigt werden können, zusätzliche umfangreiche Werkstoffdatensätze und weitere interessante und informative Diagramme zur Unterstützung der Anwender bei Analysen und Präsentationen. CES Selector ist eine PC-basierende Software, die von Werkstoffexperten und Entwicklungsteams eingesetzt wird, um bessere Materialentscheidungen zu treffen und somit Produkte zu verbessern, Kosten zu senken und Risiken zu minimieren.

Voraussichtliche Kosten eines Bauteils abschätzen

Der neue “Part Cost Estimator” ist das Ergebnis eines Gemeinschaftsprojektes von Granta und Unternehmen aus der Polymer-, Metall- und Verbundwerkstoffindustrie. Mit dem Werkzeug können die voraussichtlichen Kosten eines Bauteils für ein vorgegebenes Material und Fertigungsszenario ermittelt werden. Die Anwender können sich so bereits im frühen Stadium der Konzeptphase auf die kosteneffektivsten Werkstoff- und Prozessoptionen konzentrieren - zu einem Zeitpunkt, an dem üblicherweise noch zahlreiche Materialien in Betracht gezogen und viele Details noch definiert werden müssen. Das Werkzeug berücksichtigt Werkstoffe und Formgebungsprozesse, Bauteilgröße und -komplexität, Standard- und kundenspezifische Formen, Losgröße und Möglichkeiten der Abfallwiederverwertung. Es wird zusammen mit Kennwertdaten, die bis zu 4000 Werkstofftypen abdecken, genutzt, um schnell die besten Kompromisse zwischen Kosten und Leistungsfähigkeit zu bestimmen. Eine weitere neue Funktion ermöglicht es den Anwendern, die Auswirkungen der Form auf die Werkstoffauswahl zu berücksichtigen. Dies ermöglicht es unter anderem zu verstehen, wie sich die Verwendung eines I-Träger- oder Rechteck-Querschnittes auf die Materialauswahl auswirken kann.

Verbesserungen der grafischen Darstellung

Erhebliche Verbesserungen der grafischen Darstellung ermöglichen bessere Analysen und helfen den Nutzern, anschauliche und informative Berichte und Präsentationen zur Begründung ihrer Materialentscheidungen zu erstellen. Neue Funktionen umfassen die Möglichkeit, mehrere „Indexlinien“ zur Auswahl des optimalen Werkstoffes für die jeweilige Anwendung darzustellen, mehr kundenspezifische Formatierungsmöglichkeiten und eine erweiterte Zoom-Funktionalität. Die Anwender können Verbindungslinien zur weiteren Untersuchung widersprüchlicher Bedingungen hinzufügen, z. B. um zu identifizieren, wann die Belastung beim Versagen einer Stütze von einer Druck- in eine Knickbelastung umschlägt.

Datenbasis aktualisiert

Außerdem wurde das Material Universe, die zentrale Datenbasis von CES Selector, maßgeblich aktualisiert. Unternehmen, die Kosten reduzieren oder Ziele im Bereich Umweltverträglichkeit oder Leichtbau erreichen wollen, können durch eine verbesserte Abdeckung von langfaserverstärkten Kunststoffen, faserverstärkten technischen Polymeren und leitfähigen Werkstoffklassen nun noch mehr Alternativen für Metalle finden und diese beurteilen. Dem zunehmenden Interesse an additiver Fertigung wurde durch die Hinzunahme von 15 Prozessdatensätzen Rechnung getragen. Bei diesen Neuerungen handelt es sich z.B. um den 3D-Druck, Beschichtungsmethoden und Bogenkaschieren. Eine erweiterte Abdeckung globaler Standards und Bezeichnungen für Metalle erleichtert das Auffinden äquivalenter Spezifikationen in anderen Ländern.

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