Intelligente Textilien Wenn das T-Shirt zum Computer wird

Quelle: Fudan University 1 min Lesedauer

Forschende der Fudan-Universität in Shanghai haben erfolgreich komplexe elektronische Schaltungen in dünne, flexible Fasern eingebaut. Dieser sogenannte Faserchip ermöglicht es, dass Stoffe Informationen wie ein Computer verarbeiten – und dabei weich genug zu bleiben, um gedehnt, gedreht und in Alltagskleidung eingewoben zu werden.

Ein nur ein Millimeter langer Faserchip kann 10.000 Transistoren aufnehmen.(Bild:  fudan.edu.cn)
Ein nur ein Millimeter langer Faserchip kann 10.000 Transistoren aufnehmen.
(Bild: fudan.edu.cn)

Normalerweise sind Computer-Chips flach und starr, weil sie aus harten Materialien wie Silizium bestehen. Da Fasern, die in Textilien integriert werden sollen, flexibel sein müssen und eine sehr kleine Oberfläche haben, ist es schwierig, elektronische Bauteile darauf unterzubringen. Um dieses Problem zu lösen, hat das Team sich davon gelöst, nur die Oberfläche der Faser zu nutzen. Stattdessen entwarfen sie eine mehrschichtige Spiralarchitektur, bei der sie mehrere Schichten von Schaltkreisen innerhalb der Faser aufbauten.

10.000 Transistoren auf einem Millimeter

Die Experimente des Teams zeigen, dass ein Chip von nur 1 Millimeter Länge 10.000 Transistoren aufnehmen kann – die winzigen Schalter, die Daten in der Elektronik verarbeiten. Das verleiht ihm die gleiche Rechenleistung wie ein Chip, der in einem Herzschrittmacher verwendet wird. Wenn die Glasfaser auf 1 Meter verlängert wird, könnte sie Millionen von Transistoren aufnehmen und so die Leistungsstufen eines Standard-Desktop-Prozessors erreichen.

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