Messtechnik
Was ist ein Lidar?

Von konstruktionspraxis 10 min Lesedauer

Lidar ist eine hochpräzise Sensortechnologie bzw. Fernerkundungstechnologie, ohne die zum Beispiel das autonome Fahren nicht möglich wäre. Aber seit wann gibt es Lidar und wie funktionieren die Systeme? Und gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Lidar-Technologien?

LiDAR-Sensortechnologie kommt zum Beispiel in autonom fahrenden Fahrzeugen zum Einsatz, um die Umgebung zu erkennen. Das Bild zeigt eine kombinierte LiDAR-Punktwolke mit HD-Auflösung und Reichweite.(Bild:  Continental)
LiDAR-Sensortechnologie kommt zum Beispiel in autonom fahrenden Fahrzeugen zum Einsatz, um die Umgebung zu erkennen. Das Bild zeigt eine kombinierte LiDAR-Punktwolke mit HD-Auflösung und Reichweite.
(Bild: Continental)

Das Kürzel Lidar steht für „Light Detection and Ranging“. Dabei handelt es sich heutzutage um eine gängige Fernerkundungstechnologie, die sich über viele Bereiche erstreckt, von der Archäologie über die Forstwirtschaft bis hin zur Robotik und autonomen Fahrzeugen.

Lidar gibt es bereits seit mehr als 65 Jahren und wurde kurz nach der Erfindung des Lasers entwickelt. Die ersten Systeme basierten auf der Kombination von Radarverfahren mit Lasertechnologien. So wurde zum Beispiel 1961 ein Experiment durchgeführt, um mit Lidar die Entfernung des Mondes zur Erde zu messen. In den 1970er Jahren wurde Lidar vor allem in der Meteorologie und für Messungen in der Erdatmosphäre genutzt.