Verschlüsse Was bei der Auswahl von sicheren Verschlüssen zu beachten ist

Autor / Redakteur: Bernhard Wiegert * / Juliana Schulze

Im Bereich der Industrieschließungen gibt es eine Vielzahl von Sicherheitsstufen für Verschlüsse. Southco bietet unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit passende Verschlusslösungen an.

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Bei der Wahl des richtigen Verschlusses spielen unter anderem auch die Sicherheit vor Vandalismus und die konstruktive Gestaltung der sichtbaren Elemente eine wichtige Rolle, da sie bereits einen weit reichenden Schutz vor spontanen Attacken bieten können.

Verschiedene Verschlussarten für den entsprechenden Einsatzort

Beim Schutz vor Vandalismus sollten die Verschlüsse unsichtbar von der Frontseite verdrehsicher montiert sein. Flache konische Blenden oder bündige Blenden/Gehäuse mit versenktem Schloss zur Sperre des Verschlusses und verdeckt angeordnete Scharniere oder Bänder bieten kaum äußere Angriffspunkte.

Einfache Schließzylinder werden oft in Bereichen mit geringem bis mittleren Sicherheitsrisiko eingesetzt. Wird die Vergabe der Schlüssel nicht sorgfältig überwacht, können zusätzliche Risiken durch verlorene, entwendete oder duplizierte Schlüssel auftreten. Erst durch das kostenaufwendige Tauschen aller Schließzylinder kann dieses Risiko gelöst werden. Sonderausführungen ermöglichen das Herausziehen des Schlüssels bei gesperrtem Zylinder - eine Maßnahme, wenn der Schlüssel stecken gelassen wird.

Schlosscodierungen für verschiedene Zugriffsebenen

Unbekannte Sperrmechaniken, die mit dem Southco Tubusschloss ausgestattet sind, geben keinerlei Hinweise über den internen Aufbau. Mehrere hundert Schlosscodierungen bieten hier eine große Auswahl verschiedener Zugriffsebenen. Die Rotary-Verriegelungen arbeiten beispielsweise von außen nicht erkennbar wie ein typisches Kofferraumschloss und lassen sich mechanisch ferngesteuert öffnen.

Unter der Bezeichnung Starlock-Serie werden Kreuzbart-Schließzylinder serienmäßig in Steckschlössern für Pendel- und Schiebetüren eingesetzt.

Klassische Vorhängeschlösser erfüllen durch ihre robusten und raffinierten Sperrmechaniken hohen Sicherheitsanforderungen. Als Option können Riegel- und Kompressions-Riegelverschlüsse mit einem Winkel zur zusätzlichen Sperre durch ein Vorhängeschloss ausgestattet werden.

Sicherheitsanforderungen bestimmen Material und Ausführung

Je höher die Sicherheitsanforderungen, desto wichtiger ist die Definition der Halte- oder Schließkräfte. Hierbei werden Werkstoffe von thermoplastischen Kunststoffen über Zinkdruckguss bis zu Stahl oder Edelstahl eingesetzt, die eine optimale Anpassung an die nötige Festigkeit und den geforderten Korrosionsschutz bieten. Einige Verschlussserien sind wahlweise in unterschiedlichen Werkstoffen erhältlich.

Werkzeugbetätigte Riegel- oder Kompressionsverschlüsse mit flacher konischer Blende erfüllen, bei einem geringen Risiko von Beschädigungen, die gestellten Sicherheitsanforderungen. Einige dieser Ausführungen eignen sich auch als Zentralverschluss für Mehrpunktverriegelungen. Bei Kompressionsverschlüssen ist das Schließen mit definierten Anpressdruck gegen empfindliche Dichtungen möglich.

Kundenspezifische Schlüsselcodierungen für sensible Systeme

Einfache Schließzylinder mit überwachter Verteilung der Schlüssel eignen sich beispielsweise in Bereichen mit starkem Publikumsverkehr. Spezialisierte Schließzylinder mit kundenspezifischen Schlüsselcodierungen hingegen sichern empfindliche oder sensible Systeme, um etwa hochwertige Displays in vom Publikum erreichbaren Einrichtungen zuschützen. Diese Verschlüsse erschweren eine unkontrollierte Schlüsselduplizierung. Lässt sich die Verschlusszuordnung in der Planungsphase noch nicht endgültig definieren, so empfiehlt sich der Einsatz von Verschlüssen mit wechselbaren Schließzylindern, die sich unproblematisch vor Ort den aktuellen Bedingungen anpassen lassen.

Mehrpunktverschlusssysteme und innen liegende Scharniere können in äußerst sensiblen Bereichen mit höchstem Sicherheitsrisiko wie Serversysteme, Netzwerk- und Schaltschränke der Energieversorgung verwendet werden. Diese Verschlusssysteme minimieren mögliche Angriffspunkte.

Durch die erhöhten Sicherheitsanforderungen in vielen sensiblen Bereichen, sind heute elektromechanischer Schließsysteme nötig, die eine effektive Registrierung der Zugangsberechtigten und der Zugangszeit ermöglichen. Die elektromechanischen Schließsysteme enthalten eine räumlich getrennte Identifikationseinheit, eine Steuer- und Überwachungseinheit mit Codespeicher und Indikatorenauswertung und einen elektromechanischen Sperrpunkt. Dadurch kann dieses Schließsystem beliebig in der Tür platziert werden. Für wirtschaftliche Nachrüstungen vorhandener Systeme bietet Southco den E-Keeper an: einen elektromechanischen Schließwinkel, der sich mit mechanischen Verschlüssen kombinieren lässt. Der mechanische Zugang kann weiterhin beispielsweise mit einem Masterschlüssel für eine Notöffnung genutzt werden.

* Bernhard Wiegert ist freier Journalist in Bornheim

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