Patentrecht Gewissenhaft schenken: Vorsicht vor Produktfälschungen

Quelle: DPMA 2 min Lesedauer

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Von Kinderspielzeug bis zu Kosmetikartikeln: Die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts Eva Schewior mahnt zu Vorsicht vor Produktfälschungen im Weihnachtsgeschäft. 2024 wurden 112 Millionen gefälschte Produkte an den Grenzen der Europäischen Union (EU) sowie im EU-Binnenmarkt beschlagnahmt, so das Amt der Europäischen Organisation für geistiges Eigentum (EUIPO).

Laut Amt der Europäischen Organisation für geistiges Eigentum (EUIPO) wurden 2024 an den Grenzen der Europäischen Union (EU) sowie im EU-Binnenmarkt 112 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt. Der geschätzte Marktwert lag bei 3,8 Milliarden Euro, ein neuer Negativrekord. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Laut Amt der Europäischen Organisation für geistiges Eigentum (EUIPO) wurden 2024 an den Grenzen der Europäischen Union (EU) sowie im EU-Binnenmarkt 112 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt. Der geschätzte Marktwert lag bei 3,8 Milliarden Euro, ein neuer Negativrekord.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Gefälschte Waren verursachen Milliardenschäden, kosten Arbeitsplätze und sind potenziell gesundheitsgefährdend: „Auch wenn gerade viele Onlineshops allzu verlockende Angebote machen: Schenken Sie zu Weihnachten Originale und lassen Sie sich nicht zum Kauf von Produktfälschungen hinreißen“, sagt Eva Schewior, Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA). „Bei allem Preisbewusstsein und aller Eile: Wer Fakes kauft, missachtet geistiges Eigentum. Produkt- und Markenpiraterie kosten Unternehmen in Deutschland Milliarden und unsere Volkswirtschaft zehntausende Arbeitsplätze. Zudem kann manches vermeintliche Schnäppchen im Weihnachtseinkauf die Beschenkten gesundheitlich gefährden. Wer Originale schenkt, kann guten Gewissens feiern.“

Der geschätzte Marktwert von den 112 Millionen beschlagnahmten, gefälschten Produkten im vergangenen Jahr lag bei 3,8 Milliarden Euro, ein neuer Negativrekord. Die beschlagnahmten Stückzahlen waren zwar im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Aufgrund gestiegener Preise nahm der Wert der eingezogenen Fälschungen jedoch zu – und damit der wirtschaftliche Gesamtschaden in der EU.

Von Software bis zu Spielwaren unter Fälschungen

Gemessen am Warenwert, sollte rund ein Viertel der abgefangenen Fälschungen in Deutschland verkauft werden. Die Bundesrepublik ist somit innerhalb der EU am stärksten betroffen. Die beschlagnahmten Produktgruppen umfassten bespielte CDs und DVDs inklusive Software (34,84 Prozent nach Anzahl der beschlagnahmten Artikel), Spielwaren (17,89 Prozent), Kleidung (7,5 Prozent), Modeaccessoires (6,25 Prozent), Zigaretten inklusive E-Zigaretten und Vaporizer (4,44 Prozent) sowie Parfüm und Kosmetikartikel (3,04 Prozent).

Kriminelle Banden folgen Trends

Die großen Mengen an gefälschtem Kinderspielzeug sind besonders besorgniserregend – so könnten Kinder Schadstoffen und gefährlichen Fehlfunktionen von Produkten ausgesetzt werden. Dass sowohl CDs und DVDs mit Raubkopien wie auch gefälschte E-Zigaretten und Vaporizer aufgegriffen werden, zeigt: Kriminelle Banden vertreiben weiterhin in großen Mengen gefälschte Produkte, die auf dem legalen Markt stark rückläufig sind. Andererseits folgen sie aber auch Markttrends.

Teddys, T-Shirts, Tagescreme: Die Fälschungen schaden Herstellern, die ihre Markenprodukte schützen lassen. Der Handel mit Produktfälschungen gefährdet Arbeitsplätze bei den Produzenten von Originalen. Zudem gehen den Volkswirtschaften Steuern verloren.

Das Deutsche Patent- und Markenamt arbeitet auf nationaler wie internationaler Ebene eng vernetzt mit zahlreichen Organisationen, um die Möglichkeiten der Durchsetzung gewerblicher Schutzrechte von Originalherstellern weiter zu verbessern. Das EUIPO und der Zoll gehören beim Kampf gegen Fakes und Kopien ebenso zu den Netzwerk-Partnern wie Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden.

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