Kettenantrieb Ventomobil siegt beim Aeolus Race

Redakteur: Juliana Schulze

Beim Aelous Race im niederländischen Den Helder hat das Ventomobil den Gesamtsieg geholt. Studierende der Universität Stuttgart haben das Fahrzeug konstruiert.

Anbieter zum Thema

Platz eins für das Ventomobil. Das ausschließlich durch Windenergie angetriebene Fahrzeug hat beim Aeolus Race im niederländischen Den Helder den Gesamtsieg geholt. Gegen das elegante Stuttgarter Leichtbaufahrzeug hatten die Modelle fünf weiterer Universitäten und Forschungseinrichtungen aus mehreren europäischen Länder keine Chance. In zwei weiteren Kategorien, den Wertungen um das innovativste Design und die Öffentlichkeitsarbeit war das Stuttgarter Fahrzeug erfolgreich. Auf Platz zwei kam das Energy research Centre of the Netherlands (ECN). Platz drei ging mit der Fachhochschule Flensburg wieder an ein deutsches Team.

Ventomobil erreicht zwei Drittel der Windgeschwindigkeit

Bei dem erstmals durchgeführten Rennen mussten die Fahrzeuge ohne zu kreuzen direkt gegen den Wind fahren. Schon bei den Vorläufen hatte das Stuttgarter Ventomobil direkt gegen den Wind fahrend, zwei Drittel der Windgeschwindigkeit erreicht und zählte somit als Favorit für die Rennen auf dem drei Kilometer langen Kurs.

Zwei Meter großer Rotor wandelt Wind in Bewegung um

Alexander Miller, der an der Uni Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik studiert, hat gemeinsam mit etwa 20 Studienkollegen aus dem im Sommer 2007 mit Unterstützung des Stiftungslehrstuhls Windenergie der Universität Stuttgart gegründeten „InVentus-Teams“ das Fahrzeug entwickelt und konstruiert. Die Antriebswelle und das Rotorblatt des dreirädrigen Windfahrzeugs haben die Studierenden im Faserverbundtechnikum der Universität Stuttgart in Leichtbauweise hergestellt. Ein in mehrere Richtungen ansteuerbarer, zwei Meter großer Rotor wandelt, durch eine Kettenschaltung auf die Achse übersetzt, den Wind in Bewegung um.

Projekt kann Industrie als Richtschnur dienen

Matthias Schubert, Chief Technical Officer des Hauptsponsors REpower System AG, lobt die gelungene Integration dieses Projekts in die Lehre des Stiftungslehrstuhls: „Die Leistung, über viele Monate hinweg ein großes Team zu organisieren und zu leiten, und über Konstruktionsaufgaben auch Studierende aus dem Grundstudium miteinzubeziehen, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden! Die Begeisterung für erneuerbare Energien und innovative Lösungen, die dieses Projekt geradezu beispielhaft belegt, kann der Industrie bei der Entwicklung neuer Technologien als Richtschnur dienen.“

(ID:267883)