Schutzkleinspannung
Wenig Risiko, wenig Aufwand, viele Möglichkeiten

Von Philipp Rauch, Marktmanager OEM Industrielle Antriebstechnik, EBM-Papst, St. Georgen 4 min Lesedauer

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Schutzkleinspannung und Kleinspannung sind nicht dasselbe. Welche Spannung bei industriellen Antrieben aus Sicherheitsgründen angebracht ist, lässt sich nur im Hinblick auf die konkrete Anwendung beantworten – fixe Werte gibt es dafür keine.

Medizintechnik stellt besonders hohe Sicherheitsanforderungen. Bei einem OP-Tisch könnten schon kleinste elektrizitätsbedingte Muskelreflexe beim Patienten oder Operateur fatale Auswirkungen haben. (Bild:  Viktor - stock.adobe.com / KI-generiert)
Medizintechnik stellt besonders hohe Sicherheitsanforderungen. Bei einem OP-Tisch könnten schon kleinste elektrizitätsbedingte Muskelreflexe beim Patienten oder Operateur fatale Auswirkungen haben.
(Bild: Viktor - stock.adobe.com / KI-generiert)

Prinzipiell ist Kleinspannung als Bereich der Niederspannung definiert mit maximal 120 V Gleichspannung oder maximal 50 V Wechselspannung. Für Mensch und Tier sind diese Werte nicht vollkommen harmlos, aber nicht lebensbedrohend. Auch für empfindliche Gerätschaften kann eine solche Kleinspannung in der Umgebung für eine sichere Funktion sinnvoll sein. Es lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, welche Kleinspannung bei elektrischen Antrieben aus Sicherheitsgründen angebracht ist.

Die in vielen Automatisierungsanwendungen verbreiteten, industriegerecht ausgelegten Antriebe von EBM-Papst St. Georgen arbeiten üblicherweise mit Kleinspannung, konkret sind das Gleichspannungen von 24 oder 48 V. Das heißt nicht immer, dass die Motoren genau an diesen Spannungen betrieben werden müssen. Vielmehr sorgen Transformatoren in den Netzteilen und Batterien in mobilen Geräten für die notwendige galvanische Trennung und Sicherheit.