Schweißen Unbeschichtetes Papier mit Ultraschall verschweißen

Quelle: Pressemitteilung Herrmann Ultraschall 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Unbeschichtetes Papier konnte bisher nur mit Hilfe von Klebstoffen oder Klammern verbunden werden. Das will Hermann Ultraschall nun ändern. Ziel ist es, das Papier mit Ultraschall zu verschweißen. Dies könnte Verpackungsunternehmen große Mengen an Energie und Ressourcen einsparen.

Die Geschäftsführer von Herrmann Ultraschall, CSO André Deponte (links) sowie CEO Thomas Herrmann (2.v.l.) freuen sich bei der Übergabe der Exklusivrechte am Verfahren von Syntegon, vertreten durch den damaligen CEO Dr. Michael Grosse (2.v.r.) und Stefan Brandstetter, Patentanwalt (rechts).(Bild:  Peter Oppenlaender/Syntegon Technology)
Die Geschäftsführer von Herrmann Ultraschall, CSO André Deponte (links) sowie CEO Thomas Herrmann (2.v.l.) freuen sich bei der Übergabe der Exklusivrechte am Verfahren von Syntegon, vertreten durch den damaligen CEO Dr. Michael Grosse (2.v.r.) und Stefan Brandstetter, Patentanwalt (rechts).
(Bild: Peter Oppenlaender/Syntegon Technology)

Das Ultraschallschweißen von unbeschichteten Papier konnte bisher nur unter Laborbedingungen erfolgreich bestätigt werden. Nun soll es erstmals im industriellen Maßstab etabliert werden. Hierfür hat der Patentinhaber Syntegon Technology GmbH die Exklusivrechte für das Ultraschallschweißen von unbeschichtetem Papier vor kurzem an Herrmann Ultraschall übergeben. Dort will man das Verfahren zur Marktreife bringen und in der Verpackungsbranche etablieren.

Bisher benötigten wir zumindest einen geringen Anteil an Kunststoff im Material, um Papier mit Ultraschall zu verschweißen – auf diesen können wir nun komplett verzichten.

Thomas Herrmann, CEO bei Herrmann Ultraschall

„Bisher benötigten wir zumindest einen geringen Anteil an Kunststoff im Material, um Papier mit Ultraschall zu verschweißen – auf diesen können wir nun komplett verzichten. Das eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten für die umweltfreundliche Gestaltung von Verpackungen. Auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist das ein großer Meilenstein“, erklärt Thomas Herrmann, CEO bei Herrmann Ultraschall. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Syntegon die Rahmenbedingungen schaffen konnten, um diese Innovation zur Serienreife zu bringen.“

Hochfeste Verbindung innerhalb kürzester Zeit

Das Ultraschallschweißen von Papier funktioniert ähnlich wie bei Kunststoffen, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Das Material muss vor dem Schweißvorgang angefeuchtet werden. Das Schweißwerkzeug, die Sonotrode, überträgt die Ultraschallschwingungen auf das Papier, wodurch an der Kontaktstelle der Papierlagen die Fasern getrennt und neu verknüpft werden. Durch die entstehende Reibungswärme zwischen den Materialien verdampft die aufgebrachte Feuchtigkeit während des Prozesses, ohne das Papier zu beschädigen. So entsteht innerhalb kürzester Zeit eine hochfeste und optisch einwandfreie Verbindung.

Unbeschichtetes Papier lässt sich deutlich leichter recycelt

Die Anwendungsgebiete für das Ultraschallschweißen von Papier sind vielfältig: von Primärverpackungen wie Obstschalen aus dünnem Karton bis hin zu Sekundärverpackungen in Form von Papiertüten. Der große Vorteil für die Unternehmen liegt neben der Einsparung von Fügemitteln vor allem im geringen Energieeinsatz, schnellen Prozesszeiten und dem äußerst geringen Verschleiß der Schweißwerkzeuge. Darüber hinaus kann unbeschichtetes Papier deutlich leichter recycelt werden, was die Nachhaltigkeitsbilanz von Verpackungen zusätzlich verbessert.

 (jup)

(ID:49780615)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung