SolidWorks Konstruktions-Software Umweltbewusste Produktentwicklung von Anfang an

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Die von der Europäischen Kommission herausgegebene Ökodesign-Richtlinie könnte die erste von zahlreichen weiteren Verordnungen sein. Herstellende Unternehmen sind daher gut beraten, ihre Produktentwicklung bereits frühzeitig dahingehend auszurichten. Mit der Software SolidWorks Sustainability lässt sich eine umweltbewusste Produktentwicklung bereits zu Beginn des Produktentstehungsprozesses realisieren.

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Die Informationsanzeige zur Umweltverträglichkeit (rechts unten) zeigt vier Faktoren der Umweltbeeinflussung des aktuellen Modells an: CO2-Bilanz, Energieverbrauch sowie die Auswirkungen auf Luft und Wasser. (Bilder: SolidWorks)
Die Informationsanzeige zur Umweltverträglichkeit (rechts unten) zeigt vier Faktoren der Umweltbeeinflussung des aktuellen Modells an: CO2-Bilanz, Energieverbrauch sowie die Auswirkungen auf Luft und Wasser. (Bilder: SolidWorks)

Mit der Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG hat die Europäische Kommission erstmals die Anforderungen an ökologisches Design in einer Umweltvorschrift festgeschrieben. Das Verbot von Glühbirnen war das erste von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommene Ergebnis dieser Richtlinie. Es folgte die europäische Elektromotorenverordnung, die anspruchsvolle Wirkungsgrade für Asynchronmotoren vorschreibt.

Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“

Mit der Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“ setzt die EU-Kommission diesen Weg fort. Basis ist die Annahme des direkten Zusammenhangs von europäischer und globaler Wirtschaft sowie der Lebensqualität der Menschen mit natürlichen Ressourcen. Hierzu zählen Rohstoffe wie Brennstoffe, Mineralien und Metalle, aber auch Nahrungsmittel, Boden, Wasser, Luft, Biomasse und Ökosysteme.

Angesichts des zu erwartenden Wachstums der Weltbevölkerung bis 2050 um 30 % auf 9 Milliarden, wird der Ressourcenverbrauch im bisherigen Umfang in Frage gestellt. Die EU-Kommission zieht daraus das Fazit, dass nur eine effizientere Ressourcennutzung der entscheidende Faktor der Wachstums- und Beschäftigungspolitik in Europa sein wird.

Gesucht werden dabei neue Produkte, Dienstleistungen und Methoden, um den Ressourceneinsatz und die -vergeudung zu verringern, die Ressourcenbewirtschaftung zu verbessern, Verbrauchsmuster zu ändern sowie Produktionsverfahren, Management- und Geschäftsmethoden sowie die Logistik zu optimieren.

Reduzierung der Umweltbelastung eines Produktes

Neben den staatlichen Vorgaben wächst auch der Druck der Verbraucher auf die Hersteller, ökologischere Produkte auf den Markt zu bringen. Dreh- und Angelpunkt einer umweltbewussten Produktentwicklung ist die nachhaltige Konstruktion, die als ganzheitlicher und systematischer Ansatz für den Entstehungsprozess gesehen werden kann.

Ziel ist es, die Umweltbelastungen eines Produktes über den gesamten Lebenszyklus durch ein verbessertes Design zu reduzieren. Fahrzeuge mit geringem Kraftstoffverbrauch, Solaranlagen oder recyclingfähige Verpackungen sind nur einige Beispiele, die den Anforderungen von Verbrauchern und der Umwelt gleichermaßen gerecht werden.

In der Planung und Konstruktion eines Produktes können Hersteller den größten Einfluss auf jede nachfolgende Phase des Lebenszyklus nehmen und ökologische Innovationen voranbringen. Eine umweltverträgliche Produktgestaltung erfordert sowohl quantitative als auch qualitative Bewertungsmaßstäbe sowie unterstützende Instrumente. Hierzu gehören neben den oben erwähnten Richtlinien, die Ökodesign-Grundsätze in Produktnormen verankern, unter anderem auch Softwarelösungen basierend auf der methodischen Grundlage der Ökobilanzierung. (Thema nach dem Umblättern: Bewertung des Lebenszyklus)

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