Schweißen
Große Leitungsquerschnitte per Ultraschall verschweißen

Von Christian Huber, Market Manager Metal Welding bei Telsonic 4 min Lesedauer

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Kabel mit Kabel per Ultraschall zu verschweißen ist im Niedervoltbereich und bei Kabeln mit kleinen Querschnitten inzwischen weit verbreitet. Aber auch Anwendungen im Hochvoltbereich mit einzelnen Kabelquerschnitten von 16 bis 95 mm² könnten von dieser Technologie profitieren. Die Schweizer Telsonic Gruppe hat nun ein System entwickelt, mit dem sich Leitungsquerschnitte von insgesamt bis zu 280 mm² miteinander verschweißen lassen.

Dr.-Ing. Shimaalsadat Mostafavi, Head of Metal Lab & Application Architect bei Telsonic: „Demnächst werden wir auch Aluminiumleitung schweißen können. Und auch bei den Querschnitten ist mit 280 mm² noch längst nicht das Ende des Machbaren erreicht.“ (Bild:  Telsonic)
Dr.-Ing. Shimaalsadat Mostafavi, Head of Metal Lab & Application Architect bei Telsonic: „Demnächst werden wir auch Aluminiumleitung schweißen können. Und auch bei den Querschnitten ist mit 280 mm² noch längst nicht das Ende des Machbaren erreicht.“
(Bild: Telsonic)

Die Anwendungen, in denen das Schweißen großer Leitungsquerschnitte per Ultraschall gefragt ist, sind vielfältig. Der Kfz-Bereich könnte davon beispielsweise stark profitieren sowohl bei PKW als auch bei Transportern und LKW. Denn durch so genannte Splices lassen sich beispielsweise teure Steckverbinder einsparen.

So haben Elektrofahrzeuge heute in der Regel eine Ladebuchse an der linken oder der rechten Seite. Dabei bestimmt die Länge der Ladekabel, wie richtig an die Ladesäule gefahren wird, damit das Kabel von der Ladesäule bis in die Ladedose des Autos reicht. Hierbei wäre eine Ladedose an jeder Seite des Autos ein deutlicher Komfortgewinn. Bislang benötigt man dafür im Auto jedoch für jede Seite ein Kabel mit jeweils einem Stecker am Anfang und Ende, also eins für den Kontakt zur Ladebuchse und eins zur Verbindung mit der Batterie.