Gewinde Torqtec Spindel-Mutter-Systeme und Bewegungsgewinde

Redakteur: Brigitte Michel

Die Bewegungsgewinde und Spindel-Mutter-Systeme Torqtec für hochpräzise Anwendungen werden von Ejot kundenspezifisch gefertigt und finden in vielen Industriesparten Anwendung.

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Bewegungswandler Torqtec in der integrierten Anwendung.
Bewegungswandler Torqtec in der integrierten Anwendung.
(Bild: Ejot)

Spindel-Mutter-Systeme, von Ejot bestehen aus der Gewindespindel und dem passgenauen Mutternstück und werden beispielsweise in Verstellsystemen für Kopfstützen eingesetzt. Die Paarung von Spindel und Mutter ist funktionsbestimmend für das System. Die gewählten Fertigungsverfahren gewährleisten eine optimale Auslegung dieser nahezu spielfreien Paarung.

Bewegungswandelnde Systeme, die – meist motorisch angetrieben – eine Rotation in eine anders gerichtete Bewegung umsetzen, sind heute in nahezu allen Anwendungsgebieten der Automobil- und Elektroindustrie, dem Geräte- oder Apparatebau sowie der Haustechnik zu finden. So sind elektrische Spiegelverstellungen in Kraftfahrzeugen genauso selbstverständlich geworden wie Außentemperatur geführte Heizungsanlagen. Die dafür notwendigen, kundenindividuell entwickelten Module, werden von Ejot unter der Bezeichnung Torqtec angeboten.

Allen Systemen gleich ist die Umwandlung von Rotationsbewegungen in geradlinige Bewegungen (Spindel-Mutter-Systeme) oder rotierende Bewegungen (Schneckengetriebe). Der wirtschaftliche Vorteil dieser Systeme liegt begründet in der spanfreien, umformtechnischen Produktion der Bewegungsgewinde. Basis sind die hohe Stückleistung und die Material einsparenden Eigenschaften der eingesetzten Technologie. Bei diesem umformtechnischen Fertigungsverfahren wird der Faserverlauf im Material somit nicht durchtrennt, sondern erhält, abhängig vom Umformgrad, einen deutlichen Festigkeitsanstieg – genau in dem Bereich, der im Laufe seiner Lebensdauer am stärksten beansprucht wird.

Die Oberflächenqualität der „Reibpartner“ ist für den Wirkungsgrad dieser Systeme von entscheidender Bedeutung. Das Verfahren bietet mit seiner presspolierten Oberfläche optimale Voraussetzungen für einen hohen Wirkungsgrad der Bewegungswandler. Durch die riefenfreie Ausführung des Gewindes vermindert sich darüber hinaus die Bruchgefahr und Kerbempfindlichkeit. Verglichen mit spanabhebenden Verfahren zur Gewindeherstellung zeichnet diese Baureihe eine hohe Wiederholgenauigkeit der Gewindegeometrie aus.

Konturen und Geometrien, die durch das Kaltmassivumformen nicht herstellbar sind, lassen sich mit der Fertigungstechnologie Kunststoff-Spritzgießen realisieren. Dabei werden die Umformteile in das Spritzgießwerkzeug eingelegt und mit gefüllten oder ungefüllten Kunststoffen umspritzt. Alternativ ist auch eine partielle Gummiummantelung möglich. Zusätzlich können weitere Bauteile wie Lager, Ringe oder Scheiben in das Werkzeug eingelegt und mit dem Spritzgieß-Prozess integriert werden.

Eine weitere Gruppe der Bewegungswandler sind die Schneckengetriebe. Umformtechnisch gefertigte Gewindespindeln aus Stahl oder Edelstahl, gepaart mit dem passgenauen Schneckenrad aus Kunststoff, erschließen ebenfalls die oben genannten technologischen Vorteile. Praktische Anwendungen finden sich beispielsweise bei Stellsystemen in der Haustechnik oder automotiven Einsatzgebieten wie der Verstellung von Außenspiegeln. (bm)

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