Antriebstechnik Intelligenter auslegen und gestalten
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Wie lässt sich die Lebensdauer von Wälzlagern verlängern? Was tun gegen mangelnde Präzision bei der Bewegungskontrolle? Was ist beim Einbau eines Kugelgewindetriebs zu beachten? Diese und weitere Tipps zur Antriebstechnik finden Sie hier.
Was beim Einbau eines Kugelgewindetriebs zu beachten ist, erklärt Giuseppe D’Angelo, Vertriebsleiter bei der Kammerer Gewindetechnik: Die rechtwinklige Befestigung der Mutter zur Spindelachse ist entscheidend, um unerwünschte Biege- oder Radialkräfte zu vermeiden. Schon kleine Abweichungen von z. B. 0,1 mm/m können exzentrische Kräfte erzeugen, die zu vorzeitigem Verschleiß der Kugellaufbahnen oder sogar zum Blockieren der Mutter führen. Nutzen Sie für die Ausrichtung präzise Messmittel wie Messuhren oder Laserjustiersysteme, um die Mutterflansch-Ebene senkrecht zur Spindel zu positionieren. Umsetzung:
- 1. Montagevorbereitung: Prüfen Sie die Planlaufabweichung der Befestigungsflächen von Maschinenbaugruppen (ideal < 0,02 mm).
- 2. Kraftflussoptimierung: Konstruieren Sie die Mutterbefestigung als steife, verwindungsfreie Einheit – z. B. durch vorgespannte Passschrauben statt einfacher Gewindebohrungen.
- 3. Kompensationstoleranzen: Integrieren Sie bei Bedarf Justierschrauben oder Distanzscheiben für Feinkorrekturen nach der Montage.
Kugelgewindetriebe sind ausschließlich für axiale Kräfte ausgelegt. Radiale Belastungen (> 5 % der dynamischen Tragzahl) beschädigen die Wälzkörper und Laufbahnen irreversibel. Vermeiden Sie dies durch:
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