Produktentwicklung Textile Schwimminseln reinigen Wasser

Quelle: Hochschule Hof 2 min Lesedauer

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Schwimmende Inseln mitten auf dem Campus? Was auf den ersten Blick wie ein Kunstprojekt wirkt, ist tatsächlich ein Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung: Studierende entwickelten zwei bepflanzte Schwimminseln, die mit speziellen Textilien Wasser reinigen können.

Die erste textile Schwimminsel leistet bereits im Regenrückhaltebecken des Hochschul-Campus ihre Dienste. (Bild:  Hochschule Hof)
Die erste textile Schwimminsel leistet bereits im Regenrückhaltebecken des Hochschul-Campus ihre Dienste.
(Bild: Hochschule Hof)

In nur zehn Wochen setzten neun Bachelor- und Masterstudierende der Hochschule Hof im Rahmen des Projekts „AquaTex“ ihre Ideen in die Tat um. Ziel des Projekts: die Verbindung von Pflanzen, Textilien und Technik, um sogenannte „Blau-Grüne-Infrastruktur“ weiterzuentwickeln – also natürliche Elemente in Städten wie Parks, begrünte Dächer oder Regenwasserspeicher, die neben ihrer Funktion auch zur Lebensqualität beitragen.

Regenwasser filtern, Nutzpflanzen anbauen

Betreut wurde das Projekt von Dr. Harvey Harbach vom Institut für nachhaltige Wassersysteme (inwa) der Hochschule. Seine Forschungsgruppe entwickelt seit Jahren Schwimminseln, die mehr können als nur gut aussehen: „Wir wollen Regenrückhaltebecken so gestalten, dass sie nicht nur Wasser speichern, sondern es auch reinigen – und dabei sogar Pflanzen für die Lebens- oder Futtermittelproduktion tragen können“, erklärt Harbach.

Dazu wurde im Projekt ein spezielles Textil verwendet, das das Wasser reinigen und die Wasserbelastung reduzieren kann. Die Studierenden zogen etwa Brunnenkresse aus Samen, testeten die Materialien im Labor, entwickelten Schwimmkörper mit dem 3D-Drucker und erprobten ihre Konstruktionen im realen Gewässer. Unterstützt wurden sie dabei von Technikern der Hochschule sowie der modernen Ausstattung im MakerSpace, der Werkstatt für Tüftler und Entwickler auf dem Campus der Hochschule Hof sowie den Laboren am Standort Münchberg.

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Teamarbeit trifft Erfindergeist

Das Projekt wurde im Rahmen der Module „Management von Projektgruppen“ und „Grundlagen Projektmanagement“ an der Hochschule Hof durchgeführt und in drei Teams organisiert – für Pflanzsystem, textile Komponenten und Schwimmkörper.

  • Jede Gruppe startete mit einer eigenständigen Recherche.
  • In der Designphase wurden die Ideen gebündelt, kritisch hinterfragt und zusammengeführt.
  • In der praktischen Umsetzung zeigte sich schnell: Theorie ist das eine, aber wie reagiert ein 3D-gedrucktes Element auf Wasser? Welches Textil erfüllt die Anforderungen in Bezug auf Durchlässigkeit, Stabilität und Umweltverträglichkeit? Und wie stabil schwimmt eine bepflanzte Insel überhaupt?
Wir haben gelernt, dass erfolgreiche Teamarbeit nicht heißt, alles gemeinsam zu machen – sondern gut koordiniert zur richtigen Zeit zusammenzukommen.

Projektleiterin Aleka Briese

Auch Dr. Harbach freut sich über den Erfolg der Studierenden: „Ich bin begeistert, wie viel Können und Wissen unsere Studierenden ins Studium mitbringen – und wie sie diese Fähigkeiten im Projekt weiterentwickeln. Genau das brauchen wir in der Praxis.“ Die zweite, kleinere Schwimminsel wird derzeit im Labor weiter untersucht – mit dem Ziel, künftig auch in anderen Städten einsetzbar zu sein.

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