Strukturschaum Strukturschaum ROHACELL kommt auch im Auto in Fahrt
Von Null auf Hundert in 3,7 Sekunden, maximale Geschwindigkeit 325 km/h, Gewicht 1480 kg: Der Lexus LFA ist auf dem japanischen Markt bereits ausverkauft, obwohl seine Produktion erst Ende des Jahres beginnen wird.
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Er ist ein Leichtgewicht unter den Supersportwagen und dies verdankt er seiner Fahrgastzelle aus einem Faserkunststoffverbund. Diese Sandwichstruktur wiegt nach Aussage von Lexus 100 kg weniger als eine vergleichbare Fahrerkabine aus Aluminium. In den Bodensegmenten und im Tunnel zwischen den äußeren Kohlefaser-Deckschichten befindet sich ein Strukturkern aus dem Polymethacrylimid-Schaum (PMI) ROHACELL von Evonik Industries, Essen.
ROHACELL wird seit Jahren in der Luft- und Raumfahrt als leichtes, Struktur gebendes Kernmaterial genutzt, das darüber hinaus durch seine Zuverlässigkeit die Kosten bei der Sandwichherstellung reduziert. Durch das für diesen Industriezweig erforderliche, leistungsfähige Qualitätsmanagement war Evonik gut gerüstet, nun erstmals an einen großen Automobilhersteller zu liefern. Die Vielzahl komplexer dreidimensional gefräster Teile wird im Werk Darmstadt von der Abteilung SHAPES hergestellt und nach Japan versandt. In den Boden- und Tunnelsegmenten des Sportwagens kommt ein wärmeformbeständiger ROHACELL Typ mit hoher Druckfestigkeit zum Einsatz. Der geschlossen-zellige Schaum nimmt auch an der Oberfläche nur wenig Harz auf, und hilft somit nochmals überflüssiges Gewicht einzusparen.
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