DIN-Norm Standard zum Remanufacturing erarbeitet

Quelle: Pressemitteilung DIN 2 min Lesedauer

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Die Wiederaufarbeitung gebrauchter Produkte spart Rohstoffe und Kosten – bei mindestens gleicher Qualität. Ein neuer DIN-Standard soll nun das Potenzial des Remanufacturings erhöhen und Transparenz sowie Verbindlichkeit für Unternehmen und Kunden schaffen.

(Bild:  MQ-Illustrations - stock.adobe.com)
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Produkte, die mittels Remanufacturing wiederhergestellt werden, sind Neuprodukte – sie erhalten daher die marktübliche Gewährleistung. Sie sind auch mindestens genauso funktional und leistungsfähig wie die ursprüngliche Ware. Doch diverse Barrieren, zum Teil wegen fehlender Normen und Standards, bremsen noch das große Potenzial von Remanufacturing-Produkten. Die neue DIN SPEC 91472 schafft nun Verbindlichkeit und Transparenz.

Wie das Deutsche Institut für Normung (DIN) mitteilt, grenzt die neue DIN SPEC 91472 unter dem Titel „Remanufacturing – Qualitätsklassifizierung für zirkuläre Prozesse“ die Wiederaufarbeitung von Produkten von anderen werterhaltenden Prozessen wie Reparatur und Refurbishment ab. Sie definiert mehrere Qualitätsklassen, um verschiedene Aspekte der Prozessqualität von Remanufacturing und ihre Auswirkungen auf das Produkt zu unterscheiden. Damit können sich Anwender der DIN SPEC von Mitbewerbern abheben, die keine klar definierten Prozesse nutzen, heißt es. Für Kunden kann ein Remanufacturing-Label nach dieser DIN SPEC als Entscheidungskriterium dienen.

Wichtiger Schritt in Richtung Circular Economy

Bereits im Januar 2023 veröffentlichten DIN, DKE und VDI die Normungsroadmap Circular Economy. Sie gibt einen Überblick über die Anforderungen und Herausforderungen für sieben Schwerpunktthemen und formuliert konkrete Handlungsbedarfe für zukünftige Normen und Standards in der Circular Economy. Die neu erarbeitete DIN SPEC 91472 bietet somit nicht nur einen Industriestandard für Remanufacturing, sondern bildet zugleich den Auftakt für die Umsetzung umfangreicher Normungs- und Standardisierungsbedarfe, die im Bereich der Circular Economy identifiziert wurden.

Erarbeitet wurde die DIN SPEC 91472 von einem Konsortium bestehend aus Experten des Instituts für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule München, der Airbus Operations GmbH, der Automotive Parts Remanufacturers Association Europe (APRA), der BPW Bergische Achsen KG, der Liebherr-Ettlingen GmbH, der Lorenz GmbH & Co. KG, der Roeren GmbH, der Trumpf Werkzeugmaschinen SE und der ZF Friedrichshafen AG.

Zum kostenlosen Download der DIN SPEC 91472 beim Beuth Verlag

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