XXL-3D-Drucker Stahlbauteile im XXL-Format additiv fertigen

Quelle: Pressemitteilung LZH 1 min Lesedauer

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Forschungsinstitute und Unternehmen aus Niedersachsen haben gemeinsam einen 3D-Drucker im Riesenformat entwickelt. Er kann tonnenschwere Stahlbauteile herstellen – und soll in der Fertigung Ressourcen einsparen.

Mittels Auftragschweißen gefertigtes (links) und nachbearbeitetes (rechts) Probe-Stahlbauteil mit rund 18 Kilogramm aufgetragener Masse.(Bild:  LZH)
Mittels Auftragschweißen gefertigtes (links) und nachbearbeitetes (rechts) Probe-Stahlbauteil mit rund 18 Kilogramm aufgetragener Masse.
(Bild: LZH)

Individuelle großskalige Bauteile herzustellen, ist meist energie- und materialintensiv. Im Projekt XXL-3D-Druck haben Wissenschaftler des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) gemeinsam mit Verbundpartnern eine ressourcenschonende Herstellung von XXL-Bauteilen erprobt. Dazu haben sie Teile eines Schiffgetriebegehäuses mit einer Masse von bis zu drei Tonnen in einem überdimensionalen 3D-Drucker durch ein laserunterstütztes Lichtbogenverfahren Schicht für Schicht gefertigt. Wie das LZH mitteilt, hat der XXL-3D-Drucker, der als Prototyp nur zu Forschungs- und Entwicklungszwecken zum Einsatz kommt, einen Bauraum von 3 x 4,5 Metern. Er ermöglicht den Auftrag von bis zu 3,2 Kilogramm Stahl pro Stunde.

Klassischerweise werden für die Bauteile von Schiffsgetriebegehäusen individuelle Gussformen angefertigt. Dieser Arbeitsschritt entfällt bei der Additiven Fertigung. Material und Gewicht lasse sich laut LZH aber auch dadurch einsparen, dass Bauteile neu und anders konstruiert werden können – beispielsweise mit Hohlwänden. Darüber hinaus schone der XXL-3D-Druck später auch Ressourcen im Betrieb des Schiffes: Wenn weniger Material verbaut wird, muss das Schiff weniger Masse beschleunigen und benötigt somit auch weniger Treibstoff. Durch die Additive Fertigung möchten die Projektbeteiligten das Gewicht eines Schiffsgetriebegehäuses um mehrere Tonnen verringern. Langfristiges Ziel sei auch, die Fertigungs- und Beschaffungszeit zu reduzieren.

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