Spindelhubgetriebe Spindelhubgetriebe – die unterschätzten Maschinenelemente
Rationeller und leistungsgerechter Maschinen-, Anlagen- und Vorrichtungsbau mit einem umfassenden Baukastensystem an Spindelhubgetrieben mit rotierender oder stehender Spindel.
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Die richtige Antriebstechnik für eine spezielle produktions- oder montagetechnische Aufgabe sorgt für bessere Effizienz, reproduzierbare Qualität, höhere Prozesssicherheit und mehr Produktivität.
Moderne Spindelhubgetriebe stellen dabei eine wirtschaftlich sehr interessante Alternative zu pneumatischen oder hydraulischen Lösungen dar. Davon ausgehend, dass der technische Nutzen und die technische Verfügbarkeit im Vordergrund stehen, und schließlich auch auf Grund des allgemein vorherrschenden Kostendrucks, müssen sich Konstrukteure, die bis dato eher dem „Overengineering“ folgten, von hochtechnisierten Antriebssystemen verabschieden und nach einfacheren Lösungen suchen.
Dabei kommt den Spindelhubgetrieben eine besondere Rolle zu. Denn diese haben sich in den vergangenen Jahren in alle Richtungen weiterentwickelt: weg vom simplen Antriebsbaustein, hin zum mechatronischen Maschinenelement zur Automatisierung in allen Bereichen, in denen lineare oder rotative Bewegungsabläufe vorherrschen. Die Frage kann nur noch lauten: baut man auf Spindelhubgetriebe in Form von Standard-Ausführungen oder kommen besser individuell-anforderungsgerecht ausgelegte Spindelhubgetriebe zur Verwendung, auch wenn die Kosten dafür zunächst höher scheinen?
Auf Basis eines strikt modularen Baukastenkonzepts lassen sich fast immer technisch optimale und auch wirtschaftlich interessante Lösungen realisieren. Das Spindelhubgetriebe als Standard-Maschinenelement anzusehen, kommt dem Traum vieler Konstrukteure und Maschinenbauer heute schon sehr nahe. Die vielfältigen und vor allen Dingen stetig weiter steigenden Ansprüche der Kunden und Anwender lassen die Realität aber manchmal wieder in die Ferne rücken.
Zumal weitere Forderungen wie mehr Energieeffizienz und Kosteneinsparungen mit mehr Leistung, geringerem Gewicht, höchster Qualität, minimaler Wartung und möglichst langer Lebensdauer einhergehen sollen.
Nicht nur rein „antriebstechnische“ Anforderungen...
Der Schweizer Antriebstechnik-Spezialist Nozag, nimmt sich dieser Herausforderung seit Jahren an und bietet heute ein umfassendes Technologie- sowie Liefer- und Dienstleistungs-Programm an Spindelhubgetrieben und Zubehör. Alle Baureihen, Komponenten und Zubehöre werden konsequent im Bewusstsein konzipiert und entwickelt, daraus einen breiten Baukasten für individuelle sowie betriebssichere antriebstechnische Lösungen generieren zu können. Die aktuellen und künftigen Anforderungen an Spindelhubgetriebe gehen weit über das hinaus, was man bis vor kurzem von solchen Maschinenelementen verlangte:
Bewegen einer definierten Last mit einer vorgegeben Geschwindigkeit auf einer bestimmten Distanz.
Die Last muss zusätzlich gesichert sein (Stromausfall, Verschleiss des Muttergewindes).
Ein (reproduzierbar) exakte Positio- nierung der Last ist erforderlich.
Es sollten in beiden Richtungen gleiche Kräfte vorherrschen oder bewältigt werden können.
Konstante Geschwindigkeiten vor und zurück sind gefragt.
Ein minimaler Wartungsaufwand ist zwingend gefordert.
Die Synchronisierung mit anderen Getrieben muss ohne großen Konstruktions- sowie mechanisch-steuerungstechnischen Aufwand möglich sein.
Temperaturschwankungenn dürfen keine Rolle spielen.
Wegmessungen müssen einfach adaptierbar bzw. machbar sei.n
Eine hohe Umweltverträglichkeit ist heute selbstverständlich.
Einfach und kostengünstig
Kurz und bündig: mit möglichst wenig Aufwand soll sehr viel bewegt werden. Dabei haben sich die Investitions-, Wartungs-, Reparatur- und Betriebskosten in engen Grenzen zu halten. Sicher und klar ist, dass mechatronische oder elektromechanische Antriebssysteme hier der Hydraulik, Pneumatik und Pneumohydraulik gegenüber öfters im Vorteil sind.
Moderne Spindelhubgetriebe lösen selbst anspruchsvolle antriebstechnische Aufgaben und Probleme auf eine vergleichsweise einfache, aber leistungsgerechte und vor allen Dingen wirtschaftliche sowie kostengünstige Weise. Als Beispiel wäre hier die einfache Sicherung der Last unter allen Bedingungen zu nennen. Die Last hält sich im Normalfall selbst auf der Spindel und beim Bruch des Mutterngewindes im Schneckenrad wird die Last sofort durch die ansonsten nur „lastlos“ mitlaufende Sicherheitsfangmutter aufgenommen.
Vorteile von Spindelhubgetrieben
Im Gegensatz dazu bedarf es bei alternativen Antriebssystemen entsprechend aufwändiger hydraulisch-mechanischer Klemmbacken, welche die Kosten in die Höhe treiben. Ansonsten herrschen bei den Spindelhubgetrieben, ausgehend vom jeweiligen Antriebsmotor, sowieso kontrollierbare Geschwindigkeiten vor und bezüglich der zurückzulegenden Distanzen ergibt sich pro Umdrehung der Spindel ein exakt definierter Hub. Angepasste Synchronisation mehrerer Spindelhubgetriebe lassen sich unter Zuhilfenahme von Verbindungswellen einfachst erzielen und es ist auch eine vollelektronische Regelung machbar. Die Hub-/Senk-Bewegungen sind lastunabhängig durchzuführen und Vibrationen bringen solche Systeme keineswegs aus dem Takt.
Zudem erlauben die beiden Grundausführungen „stehende Spindel“ oder „rotierende Spindel“ die Anpassung an die jeweilige Antriebsaufgabe. Bei den Spindelhubgetrieben der Ausführung „stehende Spindel“ sind Hubkräfte bis 1000 kN, Hubgeschwindigkeiten bis 6 m/min und Hublängen bis 6.000 mm möglich. Bei der Ausführung „rotierende Spindel“ werden Hubkräfte bis 1000 kN, Hubgeschwindigkeiten bis 12 m/min und Hublängen bis 6.000 mm geboten.
Darüber hinaus zeichnet sich das Nozag-Spindelhubgetriebe-Lieferprogramm durch eine ganze Reihe von alternativen Ausrüstungen wie zum Beispiel Getriebe mit Kugelgewindespindeln oder rostfreien Spindeln oder sogar Spindelhubgetriebe komplett in Rostfrei-Ausführungen aus. Des Weiteren gibt es verschiedene Spindel-Schmiereinheiten. Zudem ist ein Absolutwegmesssystem einfach zu installieren, ab Werk werden Verdrehsicherungen eingebaut (je nach Belastung sind keine zusätzlichen mechanischen Führungen erforderlich), die Endschalter für Hubbewegungen sind schon montiert und die Faltenbälge angebracht.
Der Kunde erhält somit aus einer komplett verantwortlichen Hand ein einbau- und betriebsfertiges Hub-/Senk-/Zieh-/ Schiebesystem mit definierten Schnittstellen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und so breit gefächert wie das Liefer- und Leistungsprogramm. Dieses reicht von der Problemanalyse über die Auslegungsberechnung und die Herstellung bis zur Lieferung eben der einbaufertigen Einheit. (hö)
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