Yumi Solar-Roboter forstet Regenwald automatisch auf

Quelle: Pressemitteilung von ABB 3 min Lesedauer

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Ein Pilotprojekt von ABB Robotics und der US-Non-Profit-Organisation Junglekeepers zeigt, welche Rolle cloudbasierte Technik für eine schnelle Wiederaufforstung auch im „Nirgendwo“ spielen kann.

Smarte Rettung! Hier sieht man den ABB-Cobot Yumi, der mit Solarstrom versorgt wird, bei der Wiederaufforstung im Regenwald in Peru. Der vollautomatisch agierende Roboter setzt jeden Morgen 640 Saatgutbeutel im Amazonas-Regenwaldboden ein.(Bild:  ABB Robotics)
Smarte Rettung! Hier sieht man den ABB-Cobot Yumi, der mit Solarstrom versorgt wird, bei der Wiederaufforstung im Regenwald in Peru. Der vollautomatisch agierende Roboter setzt jeden Morgen 640 Saatgutbeutel im Amazonas-Regenwaldboden ein.
(Bild: ABB Robotics)

ABB Robotics unterstützt Junglekeepers dabei, rund 22.000 Hektar Amazonas-Regenwald zu schützen und die Entwaldung sozusagen umzukehren. In einer, wie betont wird, bisher einzigartigen Demonstration automatisiert der kollaborative, solarbetriebene ABB-Cobot Yumi Pflanzarbeiten an einem Forschungs- und Versuchsstandort, der mitten im Dschungel liegt. Dabei beschleunige er das Verfahren erheblich, so dass die Freiwilligen von Junglekeepers sich bedeutenderen Arbeiten zuwenden könnten. Und mithilfe der Möglichkeiten, die Robotstudio Cloud von ABB bietet, simulieren, optimieren und realisieren Roboterexperten die Programmierung der Tätigkeiten für Yumi im Regenwald. Und das klappt sogar vom 12.000 Kilometer entfernten Västerås in Schweden aus.

Die Zusammenarbeit von ABB und Junglekeepers zeige, dass Roboter- und Cloudtechnik eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Entwaldung spielen können. Letztere zählt außerdem zu den Hauptverursachern des Klimawandels. Das Pilotprojekt mit dem abgeschiedensten Robotereinsatz der Welt ermöglicht aber nun die Automatisierung stark repetitiver Aufgaben, damit die Ranger mehr Zeit für ihren Regenwald haben und das Land, auf dem sie leben, noch besser schützen können. Dazu gehören etwa Patrouillen zur Abschreckung illegaler Holzfäller, die Aufklärung der lokalen Bevölkerung über den Erhalt des Regenwaldes und das Einpflanzen von jungen Bäumen.

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Mehr als 870.000 Quadratkilometer des Amazonas-Regenwaldes verschwunden

Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes durch menschliche Eingriffe wie Abholzung und Brandrodung für die Vergrößerung der Landwirtschaft trägt erheblich zu den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels bei. Seit 1985 sind schätzungsweise mehr als 870.000 Quadratkilometer des Amazonas-Regenwaldes verschwunden – eine Fläche, die größer ist als Frankreich, das Vereinigte Königreich und Belgien zusammen. Da bereits mehrere Milliarden Bäume verschwunden sind, erwärmt sich die Region schneller, weil die Abschattung fehlt.
Doch, so sind sich die Mitglieder von Junglekeepers sicher, der Regenwald kann gerettet werden. Aber man müsse dann auch alle dafür nötigen Elemente zusammenführen, um wirklich etwas zu bewirken.

Pro Tag kann der Cobot Yumi zwei Fußballfelder bepflanzen

Genauer gesagt, in einem Forschungs- und Versuchslabor in einer abgeschiedenen Region im peruanischen Amazonasgebiet wurde der Yumi-Cobot installiert, um zentrale Aufgaben bei der Einpflanzung von Saatgut zu automatisieren, was bisher manuell erfolgte. Der Cobot gräbt dazu ein Loch in die Erde, legt das Saatgut ein, verdichtet die Erde darüber und markiert die Stelle mit einem farbigen Etikett, wie ABB erklärt. Mit dem Einsatz von Yumi kann Junglekeepers täglich etwa eine Fläche von zwei Fußballfeldern wieder bepflanzen.

Die vollständig abgelegene und autonome Cobot-Installation löse noch ein weiteres Problem! Denn Menschen zu finden, die für einen längeren Zeitraum an diesem abgelegenen Ort im Dschungel arbeiten wollen, ist nicht einfach, heißt es weiter. Nach der ersten Installation kann Yumi seine Aufgaben aber selbstständig ausführen und muss sich nur bei einem eventuellen Fehler dessen Beseitigung unterziehen.

Die Experten von Junglekeepers wissen leider, dass man bisher schon rund 20 Prozent des gesamten Amazonas-Regenwaldes verloren hat. Ohne den Einsatz von Technik bleibt der Naturschutz auf der Strecke. Aber Yumi vor Ort zu haben, gilt als eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Ranger mit neuen Arbeitsweisen vertraut zu machen. Er bringt die Junglekeepers-Mission voran, wie alle betonen.

Robotersimulation ist zu 99 Prozent mit der Realität identisch

Das Pilotprojekt wird, wie oben schon erwähnt, durch die ABB-Technologie namens Robotstudio Cloud unterstützt, die Teams auf der ganzen Welt ermöglicht, in Echtzeit zusammenzuarbeiten. Diese innovative Art der Fernprogrammierung ermögliche ein neues Maß an Flexibilität und sofortiger Optimierung bei den entsprechenden Einsatzfeldern, was die Effizienz und Resilienz steigere und Zeitverluste bei der Bepflanzung verhindere. Gestützt auf über 25 Jahre Erfahrung in der Offline-Programmierung bietet Robotstudio branchenführende, digitale Technik und gewährleistet eine 99-prozentige Übereinstimmung zwischen Simulation und Realität, wie ABB verspricht. So könnten Anwender den Zeitaufwand für Tests von Robotersystemen um 50 Prozent reduzieren und Produktionsunterbrechungen vollständig vermeiden.

So schützt smarte Robotertechnik den Planeten

Auf Wunsch von Junglekeepers wird das Pilotprojekt mit Robotstudio Cloud und Yumi im Regenwald über rund sechs Wochen laufen (noch bis Juni 2023). Nach Abschluss des Pilotprogramms werde ABB Möglichkeiten zur weiteren Unterstützung von Junglekeepers ausloten. Außerdem will das Unternehmen prüfen, wie seine Roboter und die Cloudtechnik die nachhaltige Transformation zusätzlich fördern könnten.

Und 2022 arbeitete ABB Robotics schon mit der gemeinnützigen Organisation und dem globalen Netzwerk Parley for the Oceans zusammen, das sich gegen die Verschmutzung und Zerstörung der Weltmeere durch arglos entsorgte Kunststoffprodukte einsetzt. ABB-Roboter stellten dabei per additivem 3D-Druck personalisierte Designobjekte aus recyceltem Parley Ocean Plastic her.

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