Softstarter Softstarter lösen Stern-Dreieck-Starter ab

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Rainer Günzel* / Juliana Schulze

Eatons Geschäftsfeld Moeller hat mit der Softstarterreihe DS7 eine Lösung entwickelt, die den Stern-Dreieck-Starter ablösen soll. Dies gilt sowohl für den Austauschfall wie auch bei der Neuplanung einer Anlage.

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Der low-cost Softstarter gilt bei vielen Kunden als einfachste Lösung für den sanften Motorstart, der nicht drehzahlgeregelt sein muss. Denn hier sind die Anschaffungskosten genauso hoch wie bei einer Stern-Dreieck-Lösung. Der Softstarter ist immer dann die erste Wahl, wenn keine variablen Drehzahlen gefordert sind.

Die mechanische Belastung ist durch den Softstarter geringer

Sie bieten gegenüber dem Stern-Dreieck-Start zwei fundamentale Vorteile: Softstarter starten den Motor auf sanfte Weise und ohne Drehmomentsprünge. Beim Stern-Dreieck-Start hingegen sind die Drehmomentsprünge im Umschaltpunkt unvermeidlich. Des weiteren unterdrücken Softstarter die dabei entstehenden Stromspitzen wirkungsvoll. Eine Maschine kommt, neben einer reduzierten mechanischen Belastung, auch mit geringerem Spitzenstrom aus. Die geringere mechanische Belastung führt zudem zu einer längeren Lebensdauer, außerdem lassen sich Serviceintervalle einer Maschine verlängern – dies senkt insgesamt und langfristig betrachtet die Betriebskosten.

Softstarter beanspruchen weniger Platz als Schaltgerätelösungen

Neben einem kontinuierlichen Drehmoment und der Beseitigung von Stromspitzen bieten Softstarter noch einen weiteren Vorteil: Im Gegensatz zu Schaltgerätelösungen benötigen Anwender lediglich ein Gerät, zudem ist die Gerätebreite auf die zugeordneten Schutzschalter abgestimmt, das heißt der Softstarter DS7 beansprucht deutlich weniger Platz als seine mechanische Alternative. Low cost Softstarter sind jedoch häufig nur zweiphasig gesteuert, mit einem Nachteil von Drehmomentoszillationen beim Start, die sich insbesondere bei mittleren bis großen Leistungen in erheblichem Maße durch einen unruhigen Hochlauf bemerkbar machen. Zudem wird der Motorschutz durch die asymmetrischen Ströme erheblich erschwert.

Eaton Moeller hat bereits vor gut zehn Jahren mit dem DS4 eine Lösung vorgestellt, die Drehmomentoszillationen wirksam und elegant umgehen - die asymmetrische Zündsteuerung. Die DS4-Reihe wurde später um die Reihe DS6 im Leistungsbereich bis 200 A erweitert. Die DS7-Reihe schließlich kombiniert einheitlich alle Erfahrungen, sie steht als durchgängige Reihe von 4 bis 200 A abrufbar bereit. Darüber hinaus passte das Unternehmen insbesondere Geräte bis 32 A an sein Schütz-Programm an. So besitzen Softstarter DS7 identische Anschlüsse wie Schütze gleicher Leistung. Für Anwender heißt das, dass ihnen das gesamte Programm an Erweiterungen für die Schütze auch beim DS7 als Angebot offen steht.

Teil 2: Leichte Montage der Softstarter

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