E-Learning So geht Aus- und Weiterbildung 4.0
Lehrgänge für Konstrukteure verschlingen schnell Tausende Euro und komplette Arbeitstage. Wie ein neues Angebot von Stauff Maschinenbauern diesen Aufwand ersparen könnte.
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Sie sind farblos, stickig und ungeliebt. Wer sich in ihnen aufhalten muss, wünscht sich nach kurzer Zeit weg – irgendwohin, nur nicht hierher. Die Rede ist von klassischen Seminarräumen. Generationen von Entwicklern haben dort schon gebüffelt – im Studium, der Ausbildung oder bei Lehrgängen. Sie alle wissen deshalb: In diesem Setting lernt beileibe nicht jeder gut und gerne.
Eine Alternative für die Aus- und Weiterbildung in der Konstruktion hat sich jetzt der Fluidtechnikanbieter Stauff einfallen lassen. Seit wenigen Tagen ist die neue E-Learning-Plattform des Unternehmens online. „Auf der Website der Stauff University machen wir interaktive Weiterbildungsangebote zugänglich für die Öffentlichkeit“, erklärt Digitalchef Mark Wever. „Dafür haben wir haben wir Inhalte entwickelt, in denen die hydraulische Fachkompetenz und die langjährige Schulungserfahrung unserer Experten zusammenkommen.“ Wer sich für das Spektrum physikalischer Grundlagen der Hydraulik bis hin zur Funktionsweise von Load-Lensing-Systemen interessiert, den erwarten dort 13 interaktive Lernmodule – sie alle kosten zwischen 5 und 22 Euro.
Hilfreiche Ergänzung zur beruflichen Praxis
Geeignet sei die Plattform auch für Nicht-Konstrukteure, meint Wever, zum Beispiel für Einkäufer. „Eine hydraulische Anlage ist umso zuverlässiger und sicherer, je kompetenter alle Beteiligten in Fragen der Fluidtechnik sind. Im Sinne der Verantwortung für das gesamte hydraulische Leitungssystem ist es aus unserer Sicht also nur konsequent, das Fachwissen sämtlichen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen.“
Ein Vorteil der digitalen Weiterbildung: Jeder kann in seinem eigenen Tempo lernen – und zwar so lange, wie er sich konzentrieren kann. Überall dort, wo er gerade Zeit hat, zum Beispiel in der Bahn oder auf der Dienstreise am Abend im Hotel. Dank unterschiedlicher Lernformate wie Videos, interaktive Grafiken, Texte oder Multiple-Choice soll die Software unterschiedliche Lerntypen ansprechen. Fragen und Aufgaben am Ende der Lektionen dienen der Kontrolle des Lernfortschritts.
Beim Aufbau der Plattform unterstützt hat Stauff der Weiterbildungsanbieter Advanced Training Technologies aus dem nah gelegenen Castrop-Rauxel. „E-Learning entspricht unserem heutigen Lern- und Lebensstil“, sagt Robin Trompetter, der Geschäftsführer. „Menschen lernen in kleinen ,Nuggets´ – nämlich dann, wann sie Zeit haben, dort, wo sie gerade sind und das, was sie wirklich brauchen.“ Ganz ohne Praxis kommen Betriebe dann aber doch nicht aus, meint Trompetter. „Wir empfehlen das so genannte Blended Learning. Die meisten Themen lassen sich am besten in dieser Kombination aus digital und analog vermitteln.“
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