Sicherheitseinrichtungen

Sicherheit gemäß Hygienevorschriften

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RFID-Technik bringt Vorteile in der Maschinensicherheit

Auch auf der Produktionsebene, genauer gesagt in der Maschinensicherheit, bringt der Einsatz der RFID-Technik Vorteile. Das demonstriert Schmersal mit den elektronischen Sicherheitssensoren der Baureihe RSS 36, die eine Weiterentwicklung der CSS-Technologie darstellen. Die Abkürzung steht für Coded Safety Sensor und bezeichnet eine sicherheitsgerichtete bidirektionale Kommunikation zwischen Sensor und Target.

Der Nutzen dieses Wirkprinzips besteht u. a. darin, dass man bis zu 31 Sensoren in Reihe schalten und über einen einzigen Sicherheitsbaustein auswerten kann. Auch in dieser Serienschaltung lassen sich Sicherheitskreise gemäß Performance Level e nach EN 13849-1 (SIL 3, Steuerungskategorie 4) aufbauen.

Zudem sind die Sensoren in der Lage, einen Versatz der Schutztür zu detektieren und frühzeitig Alarm zu geben. Auf diese Weise kann man in den verketteten Anlagen der Nahrungsmittelproduktion ungeplante Ausfälle vermeiden.

Die RFID-Technik im RSS 36 erlaubt die Realisierung von zusätzlichen Funktionen, die u. a. die Manipulationssicherheit erhöhen. Der Anwender kann hier aus verschiedenen Varianten auswählen, die sich durch die jeweilige Codierung unterscheiden. In der Grundversion akzeptiert der Sensor jedes geeignete Target.

Eine zweite Ausführung akzeptiert nur das Target, das beim ersten Einschalten eingelernt wurde. Schließlich ist noch eine dritte Variante lieferbar, bei der sich der Anlernvorgang beliebig oft wiederholen lässt. Somit kann der Anwender die für ihn am besten geeignete Codiervariante wählen und damit auch den Grad des Manipulationsschutzes bestimmen. Möglich wird dies durch die Integration der RFID-Technologie in die Sicherheitssensorik.

Zusätzliche Freiheit bei der Montage durch hohen Schaltabstand

Die neue Baureihe zeichnet sich durch universelle Montagemöglicheiten aus. Optional ist eine integrierte Magnetrastung lieferbar, die bei kleineren Schutztüren den Einsatz des Sensors als Anschlag ermöglicht. Der hohe Schaltabstand gibt dem Anwender zusätzliche Freiheiten bei der Montage von Sensor und Betätiger.

Dass der RSS auch im Hinblick auf Einsätze im Nahrungsmittelmaschinenbau entwickelt wurde, zeigt die Formgebung, die den Grundsätzen des Hygienic Design entspricht, ebenso wie die Auswahl der Gehäusematerialien.

Der Sensor ist beständig gegen aggressive Reinigungsmittel und kann dank Schutzart IP 69K auch unter widrigen Umgebungsbedingungen eingesetzt werden, z. B. in Bereichen der Lebensmittelproduktionen, die Dampfstrahlern oder Hochdruckreinigern gesäubert werden.

Gekapselte Ausführung für dauerhafte Beständigkeit gegen Hochdruckreinigung

Dasselbe gilt für die Sicherheitslichtvorhänge und -lichtgitter der Baureihen SLC/SLG 220 bzw. 420 IP 69K, die vom Schmersal-Kompetenzzentrum Optoelektronik in Mühldorf/Inn entwickelt wurden. Sie werden ab Werk in gekapselter Ausführung geliefert, die eine dauerhafte Beständigkeit z. B. auch bei häufiger Beaufschlagung mit Dampfstrahler oder Hochdruckreiniger gewährleistet. Darüber hinaus bieten diese optoelektronischen Schutzeinrichtungen Zusatzfunktionen wie z.B. integrierte Blanking-Funktionen, die ein hohes Maß an Flexibilität im Einsatz erlauben.

Die vorgestellten drei Baureihen von Sicherheitsschaltgeräten zeigen, dass der Nahrungsmittelmaschinenbau sehr spezielle, zusätzliche Anforderungen an Komponenten und Systeme der Maschinensicherheit stellt – und dass sich diese Anforderungn problemlos erfüllen lassen, sofern der Konstrukteure Geräte wählt, die nach den Grundsätzen des Hygienic Design entwickelt wurden. (jv)

* Uwe Richter ist Produktmanager bei der K.A. Schmersal GmbH in Wuppertal.

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