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SecMobil denkt zu Ende: Datenaufbereitung beim Betreiber
Das „SecMobil“-Team entwickelt aber nicht nur einen sicheren Sensor und eine sichere Ladesäule. Gemeinsam mit Partnern von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen stellen die Forscher den Energielieferanten auch Werkzeuge zur Verfügung, um die geschützten Abrechnungsdaten wieder für deren Infrastruktur aufzubereiten. Es muss zum einen entschlüsselt und zum anderen geprüft werden, ob das übertragene Datenpaket intakt ist.
„Eine solch sichere Schnittstelle beim Betreiber ist aufgrund der eingesetzten Protokolle gar nicht so einfach zu realisieren“, erzählt der IT-Sicherheitsforscher. „Die dort existierende Infrastruktur lässt sich nicht leicht und kurzfristig verändern, ohne dass es für das operative Geschäft des Betreibers problematisch werden kann.“ Deshalb muss das Werkzeug erst einmal auch ein wenig Übersetzungsarbeit leisten. Nachdem es mit kryptografischen Methoden verifiziert hat, dass die Daten korrekt übermittelt wurden, bereitet es diese für den jeweiligen Kommunikationsstandard beim Betreiber auf. Auf diese Weise haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen sicheren Ladevorgang vom Anfang bis zum Ende umgesetzt. Wer ohne Bedenken sein Elektroauto laden will, kann das auf dem Campus der Ruhr-Universität tun.
(sh)
* Dr. Julia Weiler ist Redaktionsleiterin des Wissenschaftsmagazins RUBIN der Ruhr-Universität Bochum, herausgegeben von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
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