Schweißen Schwingfeste Auslegung von Aluminium- und Magnesium-Schweißverbindungen

Redakteur: Juliana Schulze

Bei der Auslegung geschweißter Strukturen wurde bisher die Methode der finiten Elemente eingesetzt. Für Schweißverbindungen aus Stahl wurden hierzu bereits Berechnungskonzepte entwickelt, wie das Konzept des Referenzradius. Ob dieses Konzept auch für Schweißverbindungen aus Aluminium und Magnesium gilt, sollte ein Forschungsprojekt des DVS herausfinden.

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Forscher des Fraunhofer Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit und des Instituts für Füge- und Schweißtechnik der TU Braunschweig untersuchten anhand von drei verschiedenen MIG- und WIG geschweißten Aluminiumverbindungen aus AlMg4.5Mn und AlMgSi1 T6 sowie Magnesiumverbindungen der Legierung AZ31, ob das Konzept des Referenzradius bei Schweißverbindungen aus Stahl mit rref=1.00 mm für Blechdicken t>5mm und rref=o.05 mm für t<5mm auch für Schweißverbindungen aus Aluminium und Stahl zutreffen. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass das Kerbspannungskonzept mit dem Referenzradius von rref=1.00 mm auf Aluminium- und Magnesiumschweißverbindungen mit Dicken t≥5 mm, unabhängig von der Schweißnahtgeometrie, angewendet werden kann. Ebenso wurde die Anwendbarkeit des Referenzradius von rref=0.05 mm nachgewiesen. Die ermittelten FAT-Werte für beide Referenzradien werden mit denjenigen für Stahl verglichen. Somit konnten die Ergebnisse beider Projekte regelwerksfähig aufgearbeitet und in die IIW-Empfehlungen aufgenommen werden.

Schweissen & Schneiden, Halle 12, Stand 114

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