Software

Schraubenverbindungen mit MDesign Bolt und Multibolt schnell und sicher berechnen

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Verbindungsvarianten und Beanspruchungsarten

Die Software berechnet Außen- und Innenflansche, starre Kupplungen sowie verschraubte kreisförmige Deckel und Böden. Miteinander verbundene Balken, Platten und eckige Flansche sollen das Berechnungsangebot in Kürze vervollständigen. In der jetzt vorliegenden Version für rotationssymmetrische Verbindungen können bis zu 256 Bohrungen vorgesehen werden. Für den schnellen Einstieg gibt es in jedem Modul Berechnungsbeispiele, die sich schnell an eine gewünschte Geometrie oder Belastung anpassen lassen. Maßtabellen der wichtigen Kopf- und Stiftschrauben, Muttern und Scheiben sowie der Zugriff auf die Werkstoff-Datenbank erleichtern die Eingabe. Nicht genormte Schrauben können über ein dafür vorgesehenes Eingabemenü definiert werden.

Grundsätzlich wird bei allen Verbindungen die Parallelität der Schraubenachsen im unbelasteten Zustand vorausgesetzt. Die Schraubenachsen müssen senkrecht zu den Trennfugen angeordnet sein. Plastische Verformungen werden im mikrogeometrischen Bereich in Form der Setzkraftverluste berücksichtigt und im makrogeometrischen Raum ausgeschlossen. Es wird eine Isotropie der Werkstoffe vorausgesetzt und von einer idealen Makrogeometrie ausgegangen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Im Gegensatz zu den speziellen FEM-Programmen bietet MDesign Multibolt den Vorteil, sämtliche Eingaben und Voreinstellungen, die Modellgenerierung, die Berechnung und die Ergebnisse nachvollziehbar und normgerecht generieren und dokumentieren zu können. Überdies erlaubt die Benutzerführung auch Anwendern ohne tiefere Kenntnisse der FEM-Methodik fundierte Analysen und Auslegungsberechnungen.

MDesign Multibolt ist eine Anwendung des ParaFEM-Konzepts, das Tedata gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik an der Ruhr-Universität Bochum und der Unterstützung des Landes NRW entwickelt hat. Mit ParaFEM-Modulen lassen sich Maschinenelemente und Standard-Baugruppen dimensionieren und verifizieren, die allein mit analytischen Verfahren nicht berechnet werden können.

Kern des Verfahrens ist eine Regelbasis, mit deren Hilfe aus featurebasierten Finiten Objekten und Belastungsvarianten parametrische Finite Elemente Modelle gebildet werden können. Mit konkreten Eingaben versehen, erzeugen diese Modelle die Eingabedaten für die anschließende numerische Analyse.

Die Ergebnisauswertung richtet sich in MDesign Multibolt nach der VDI Richtlinie VDI 2230 Blatt 2 für die Berechnung von Mehrschraubenverbindungen und bezieht die analytische Vorgehensweise der VDI 2230 Blatt 1 ein.

Neben der Mehrschraubenberechnung befinden sich weitere ParaFEM-Module in der Entwicklung, wie Kerben und überlagerte Kerben, konische Federn, Tonnenfedern, Blattfedern sowie eckige Platten und Flansche. Kennzeichnend für alle Berechnungen ist die Integration von analytischen und numerischen Verfahren mit aktuellen Erkenntnissen aus Normung und Praxis.

Viele Erweiterungen bei Version 2014

Ab dem Jahresbeginn 2014 ist das neue MDesign 2014 verfügbar. Das Layout wurde überarbeitet und ähnelt nun im Look and Feel den MS Office Produkten 2013. Wichtig aber ist, dass das ergonomische und einfache Benutzersystem des MDesign Explorer von der Vorgängerversion übernommen wurde. Die Anwender müssen sich somit nicht auf grundlegende Veränderungen einstellen. Zu den wichtigsten Erweiterungen zählen die neuen Module Tellerfedern und Drehfedern, die vollständige Überarbeitung des bestehenden Moduls Zahnwelle, ein neues Berechtigungssystem , das dem MDesign-Administrator die individuelle Vergabe von Benutzerrechten ermöglicht, eine optimierte Supportunterstützung, aktuelle Update-Informationen sowie neu überarbeitete Informationsseiten und Herstellerkataloge. (bm)

* Dipl.-Ing. Brigitte Michel ist Autorin der konstruktionspraxis.

(ID:42445969)