Schweißen Schnelles MAG-Wurzelschweißen für Pipelinebau

Redakteur: Juliana Schulze

EWM Hightec Welding zeigt auf der diesjährigen EuroBlech die Geräte- und Verfahrensinnovationen Alpha Q, Taurus, Phoenix sowie rootArc und pipeSolution aus seiner Forschung & Entwicklung

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Automatisiertes Schweißen: EWM-Brenner der AMT-Serie bieten besondere Prozesssicherheit. (Bild: EWM)
Automatisiertes Schweißen: EWM-Brenner der AMT-Serie bieten besondere Prozesssicherheit. (Bild: EWM)

Die MIG/MAG-Inverter-Schweißstromquelle Alpha Q beherrscht, neben den Verfahrensvarianten forceArc und coldArc, nun auch die Neuheit pipeSolution. Das Verfahren eignet sich insbesondere beim Bau von Pipelines, Rohrleitungs-Systemen und Druckbehältern: schnelleres und sicheres MAG-Wurzelschweißen mit hoher Qualität, dies beim Fügen von Hand oder automatisiert (z.B. Orbitaltechnik), mit und ohne Luftspalt, an un- wie niedriglegierten Stählen, mit Massivdrähten. Der Lichtbogen brennt dabei druckvoll und damit richtungsstabil – gleich bei welcher Wandstärke und in allen Positionen des Bleches oder des Rohres. Ist die Wurzel geschweißt, wechselt die Alpha Q auf Abruf das Verfahren und legt die Fülllagen sowie die Decklage im MAG-Impulsverfahren.

Stromquelle Taurus mit Verfahren rootArc ausgestattet

Auch die Anwendungsmöglichkeiten der Stromquelle Taurus, wurden erheblich ausgeweitet: Die Geräteserie Taurus Synergic beherrscht nun auch das Fügen mit forceArc und ist zudem mit dem Verfahren rootArc ausgestattet. Diese Neuheit zeichnet sich durch einen stabilen, weichen Kurzlichtbogen aus – ideal zum einfachen wie sicheren Wurzelschweißen, zum mühelosen Überbrücken des Nahtspalts sowie zum Schweißen in Zwangslagen. Bei letzteren Anwendungen stoßen herkömmliche Kurzlichtbogen-Verfahren an ihre Grenzen. Selbst wenn die Schweißleitungen in der Praxis bestimmte Längen überschreiten, bleiben die guten Fügeeigenschaften der Taurus unverändert – aufgrund der hochdynamischen Inverter-Technologie.

Die Stromquelle für jede Aufgabe, an jedem Ort

Die kompakte Phoenix 335 puls mit integriertem Drahtvorschub ergänzt das Programm der gleichnamigen volldigitalen Inverter-Schweißstromquellen. Durch das Kunststoffgehäuse ist das Gerät ergonomischer und leichter geworden. Ob Baustelle, Montage, Werkstatt oder Produktionshalle, die Phoenix ist somit das passende Gerät – für nahezu jede Fügeaufgabe gerüstet und dabei besonders komfortabel wie handlich. Sie glänzt nun neben den bisherigen Schweißverfahren MIG/MAG-Impuls, -Standard, forceArc, WIG(LiftArc) und E-Hand auch mit der Verfahrensvariante rootArc. Die Phoenix 335 ist überaus leicht zu bedienen und gleichsam einfach in der Handhabung. Auch lässt sie sich mit wenigen Handgriffen um Kühlmodul und Transportwagen erweitern – ganz ohne Werkzeug und spezielle Kenntnisse.

MIG/MAG-Brenner selbst entwickelt

Das Unternehmen hat bereits auf der vergangenen EuroBLECH erstmals seinen EWM-Brenner-Standard vorgestellt. So sorgt die optimierte Geometrie der EWM-Stromdüse (M7 bzw. M9) für gute Wärmeableitung und Stromübergang. So bleibt die Düse kühler; die bei den EWM-Verfahren ohnehin äußerst geringe Spritzerbildung wird dadurch nochmals wesentlich reduziert. Das Ergebnis: Die Nacharbeit ist weiter minimiert, die Standzeiten der Verschleißteile sind zusätzlich verlängert. Was sich positiv auf Rüstzeiten wie Produktionskosten auswirkt.

Zum automatisierten Schweißen bietet das Unternehmen neue Brenner der AMT-Serie mit unterschiedlichen Biegewinkeln für Ströme von 220 bis 550 Ampere. Die Verschleißteile dieser Brenner sind mit denen der Handbrenner identisch und somit von der gleichen Güte. Neue Varianten der wassergekühlten MT-Handbrenner-Serie mit Hälsen in unterschiedlichen Biegewinkeln erleichtern die Handhabung an schwer zugänglichen Nähten. Die Serie der MT-Funktionsbrenner verfügt jetzt über eine neue Bedienungsvariante mit zwei Tastenpaaren zum Einstellen der Drahtvorschubgeschwindigkeit und Schweißspannung während des Schweißens. Ein Komfort, der wiederum die Qualität der Schweißnaht erhöht.

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