Zink

Schaum macht Schwermetall leicht

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Testläufe sind nötig und problemlos möglich

Ein großer Vorteil ist, dass keine Änderungen am Zink-Druckgusswerkzeug nötig sind. Somit können problemlos Tests mit bestehenden Werkzeugen durchgeführt werden. Die Umsetzung erfolgt durch technisch – technologische Voraussetzungen, internes Know How und praktische Beratung über den gesamten Prozess sowie einem optimalen Preis – Leistungs- Verhältnis. Die HZD bietet neben der technischen Beratung zu Zincopor auch Forschung & Entwicklung, Präzisionsguss technisch komplexer Artikelgruppen (z.B. dünnwandige Zinkteile und engste Toleranzen, mit Passungen unter IT 9) und hochwertige Oberflächenteile für Kunden mit hohen Anforderungen hinsichtlich Optik, Haptik und Werthaltigkeit.

Trotz der beschriebenen Vorteile, sind auch Zincopor Grenzen gesetzt, denn eine Schaumstruktur ist immer eine Verringerung der tragenden Querschnittsfläche. Schaumteile besitzen immer eine geringere (absolute) Festigkeit als massive Gussteile. Deshalb sind hoch belastete Bauteile und sicherheitsrelevante Bauteile für eine Umstellung in Zincopor nicht geeignet. Der normale Ablauf für den Einsatz von Zincopor beinhaltet immer eine Art „Testphase“, d.h. begonnen wird mit Massiv-Teilen, gefolgt von Gieß- und Funktionstests von Zincopor - Teilen. Dies ist nötig, da es bisher bei Neuanfragen noch nicht möglich ist, eine zufriedenstellende Vorhersage zur Machbarkeit bzw. der zu erreichenden Materialersparnis zu treffen.

Zinkschaum kann mit Leichtmetallen konkurieren

Das Potential von Zincopor ist dennoch enorm. Das Verfahren ist besonders gut geeignet für Bauteile mit geringen bis mittleren Festigkeitsanforderungen. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Zincopor prädestiniert für Produkte bei denen Material gespart werden soll, aber die Kontur nicht geändert werden darf. Auch dem Werkstoff Zink wird durch die Gewichtsersparnis ermöglicht, mitunter in den Bereichen Fuß zu fassen, die eigentlich Leichtmetallen vorbehalten sind. Im Grundgedanken der Umwelt und deren Schutz, bedient Zincopor neben der reinen Material- und damit Kostenersparnis, auch den Anspruch einer grünen Technologie, da es aktiv zur Energie- und Ressourcenschonung beiträgt. Der Erfolg spricht letztendlich für sich. Somit erzielte Zincopor auf der Euroguss 2010, die Auszeichnung 1. Platz, der Initiative Zink in der Kategorie „Innovationen und Umstellung auf Zink“ sowie 2011 einen „Sonderpreis für Innovation im Mittelstand“ des Ferchau Innovationspreises. (qui)

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