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Schaltschranklose Antriebstechnik treibt Modularisierung voran

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Sicherheitstechnik verkürzt Stillstandszeiten

Dezentrale Antriebskonzepte vereinfachen auch das Umsetzen von Safety-Lösungen. Schaltschranklose Antriebe IndraDrive Mi haben zertifizierte Sicherheitsfunktionen von Safe Torque Off bis hin zu Safe Motion an Bord. Besonders interessant ist die einfache Realisierung von Sicherheitszonen mit mehreren Antrieben an einem Antriebsstrang. Die Definition der unterschiedlichen Sicherheitszonen erfolgt bei der Konstruktion, der Maschinenbetreiber muss diese nur noch separat aktivieren. Ein Beispiel: Für die Sicherheitsfunktion Safe Torque Off wird der erste Antrieb einer Sicherheitszone so verdrahtet, dass er die Sicherheitssignale verarbeitet. Um der Sicherheitszone zusätzliche Antriebe hinzuzufügen, reicht es weitere Teilnehmer mit Safe Torque Off Funktion über einen Teilnehmerstecker in die Zone einzubinden. Das macht die Inbetriebnahme extrem einfach. Bei manuellen Eingriffen muss zudem nicht die gesamte Maschine stillgesetzt, sondern nur die entsprechende Sicherheitszone deaktiviert werden.

Antriebsdaten mit IT-Programmen abrufen

Als erster Antriebs- und Steuerungshersteller hat Bosch Rexroth mit der Schnittstellentechnologie Open Core Interface – diese ist Teil der Engineeringumgebung Open Core Engineering – die Brücke zwischen Automation und IT geschlagen. Zusätzlich zu den Steuerungen steht die Schnittstellentechnologie jetzt auch für Antriebe von Rexroth zur Verfügung. Diese ermöglicht den direkten Zugriff auf alle Antriebsparameter über Hochsprachen-basierte Anwendungen auf externen Geräten wie PCs. Was bedeutet das in der Praxis? Um beispielsweise den Energieverbrauch eines Achsantriebs direkt abzurufen und auszuwerten, ging es bislang nicht ohne entsprechende Anpassungen im SPS-Programm. Die Daten mussten über die Steuerung rangiert werden. Mit dem Open Core Interface for Drives genügt es, Makros der gängigen Tabellenkalkulationsprogramme zu schreiben, um per Ethernet auf die Daten im Antrieb zuzugreifen. Dazu ist jeder in der Lage, der über etwas Erfahrung mit Visual Basic verfügt. Die offene Schnittstellentechnologie ermöglicht und vereinfacht so den Austausch von Daten zwischen Automatisierung und Unternehmens-IT und unterstützt die für Industrie 4.0 notwendige vertikale Vernetzung.

Fazit

Schaltschranklose Antriebstechnik eröffnet erhebliche Einsparpotenziale – vom Engineeringaufwand bis hin zum Energieverbrauch – und erleichtert die Umsetzung modularer Maschinenkonzepte. Natürlich wird es auch weiterhin Maschinen geben, bei denen die Antriebstechnik komplett oder teilweise im Schaltschrank untergebracht ist. Letztlich wird ihr Anteil jedoch sinken, weil schaltschranklose Antriebstechnik deutlich mehr Flexibilität bietet. (qui)

Hannover Messe 2015: Halle 23, Stand C 19

* Thomas Fey, Leiter vertriebliches Produktmanagement Antriebssysteme, Bosch Rexroth AG

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