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Roboter übernehmen Sandstrahlarbeiten an der Sydney Harbour Bridge

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Kein separater Schaltschrank erforderlich

Modular aufgebaut können die Zahl der Freiheitsgrade, die Leistung der Antriebe sowie die Art und Länge der Distanzstücke und Gelenke frei definiert werden. Da die Antriebsverstärker und -regler unmittelbar in den Leichtbauarm eingebettet sind, benötigt das System keinen separaten Schaltschrank. Stattdessen ist die komplette Steuer- und Regelelektronik in die Gelenkantriebe integriert. Position, Geschwindigkeit und Drehmoment sind flexibel regelbar. Dank integrierter Intelligenz, universellen Kommunikationsschnittstellen und Kabeltechnik für Datenübertragung und Spannungsversorgung lässt sich der Leichtbauarm besonders schnell und einfach in bestehende Steuerungskonzepte einbinden.

Zudem kann er von Embedded-PCs gesteuert werden. Über das bei allen LWA serienmäßig vorhandene CAN-Interface lassen sich die einzelnen Module zudem sehr einfach ansteuern, wobei wahlweise die Geschwindigkeit oder der Strom geregelt werden. Aufgrund der leichten, hochsteifen Konstruktion arbeitet der Leichtbauarm besonders energieeffizient, was sich bei mobilen Einsätzen in Form langer Laufzeiten auszahlt.

Ein Bediener überwacht bis zu zwei Roboter

Während zum Sandstrahlen früher jeweils Teams mit bis zu drei Mitarbeitern sowie erhebliche Sicherheitsvorkehrungen erforderlich waren, steuert und überwacht auf der Sydney Harbour Bridge heute ein Bediener bis zu zwei Roboter. Gefährliche, körperlich belastende und zum Teil auch gesundheitsschädliche Routineaufgaben werden fast vollständig vom Roboter erledigt. Hat der Roboter ein Segment bearbeitet, übernimmt ein Mitarbeiter die Sandstrahlpistole und kümmert sich um die anspruchsvollen Feinarbeiten. Die Amortisationszeit des Robotersystems liegt bei rund zwei Jahren.

Neben dem Sandstrahlroboter für Brückenbauwerke entwickelt Sabre zur Zeit einen weiteren, mobil einsetzbaren Sandstrahlroboter mit einem Gewicht von maximal 65 kg, der einfach transportiert und auch in zahlreichen anderen Anwendungen eingesetzt werden kann. Zentrales Element ist auch bei ihm ein LWA Leichtbauarm von Schunk. (jv)

* Christopher Parlitz ist Referent Service Robotik, Schunk Mobile Greifsysteme, Lauffen/Neckar.

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