Remote-I/O-System Rasch verdrahtet dank Push-Pull-Schnellanschlusstechnik

Von Mats Kölling* 4 min Lesedauer

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Mit der nächsten Generation Axioline E macht Phoenix Contact sein Remote-I/O-System für die Feldverdrahtung noch zukunftssicherer und setzt durchgängig auf die neue M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik.

Flexible und effiziente Feldverdrahtung mit der neuen M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik und den Axioline E-Geräten der nächsten Generation.(Bild:  Phoenix Contact Electronics GmbH)
Flexible und effiziente Feldverdrahtung mit der neuen M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik und den Axioline E-Geräten der nächsten Generation.
(Bild: Phoenix Contact Electronics GmbH)

Rundsteckverbinder der Baugröße M12 begannen ihre Erfolgsgeschichte vor vielen Jahren. Mittlerweile haben sie sich in zahlreichen industriellen Bereichen durchgesetzt. Doch immer höhere Anforderungen an die Anschlusstechnik für die Feldverdrahtung – und damit an die M12-Steckverbinder – erfordern adaptierte Komponenten und Systeme. Daher setzt Phoenix Contact bei seinem Remote-I/O-System Axioline E für die Feldverdrahtung durchgängig auf die neue M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik.

Heutigen und künftigen Anforderungen angepasst

Bei Axioline E der nächsten Generation handelt es sich um das an die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse angepasste Remote-I/O-System in Blockbauweise für die schaltschranklose dezentrale Automatisierung von Phoenix Contact. Aufgrund der Schutzart IP65/IP67/IP69 und eines vollvergossenen Zinkdruckguss-Gehäuses sind die Geräte für den direkten Einsatz in einer Maschine unter rauen industriellen Umweltbedingungen konzipiert. Ein erweiterter Temperaturbereich sowie die hohe Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen, gängigen Kühl- und Schmiermitteln sowie Schweißperlen ermöglichen die Nutzung in vielen unterschiedlichen Applikationen.

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Neben den Standard-Digital-I/Os und den IO-Link-Mastern für die marktrelevanten Industrial-Ethernet-Protokolle umfasst das Portfolio ebenfalls eine Auswahl an neuen IO-Link-Devices mit verschiedenen Funktionen.

Durchgängig mit M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik

Als erstes Remote-I/O-System am Markt unterstützt die nächste Generation der Axioline E-Geräte durchgängig die neue M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik. Sowohl die Industrial-Ethernet-Devices ebenso wie die IO-Link-Devices erlauben eine Feldverdrahtung durch Leitungen mit Push-Pull-Schnellanschlusstechnik für die D-codierten und A-codierten M12-Anschlüsse. Durch die M12-Duo-Kontur ist auch weiterhin eine Feldverdrahtung auf Basis von klassischen Leitungen mit M12-Schraubsteckverbindern realisierbar.

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Phoenix Contact auf der SPS 2023 in Nürnberg vom 14.11. bis 16.11.2023: Halle 9, Stand 310.

Im Vergleich zur Anschlusstechnik mit konventionellen M12-Steckverbindern mit Standardgewinde zeigt sich die M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik als bequeme und sichere Verkabelung – und das selbst bei beengten Platzverhältnissen und hoher Verkabelungsdichte. Wegen des einfachen und schnellen Steckens und Ziehens der M12-Steckverbinder im Geräte-Port verringert sich die Installationszeit gegenüber einer Schraubverbindung um bis zu 80 Prozent, was in deutlichen Kostenvorteilen resultiert. Zudem lassen sich die M12-Steckverbinder mit Push-Pull-Schnellanschlusstechnik einfach und werkzeuglos anschließen. Eine Rückmeldung durch das Verrasten des Anschlusssteckers sowie ein simpler Zugtest führen zu einer hohen Fehlersicherheit bei der Montage.

Darüber hinaus ermöglicht die M12-Duo-Kontur eine flexible Feldverdrahtung mit klassischen M12-Schraubverbindern oder der Push-Pull-Schnellanschlusstechnik. Bestehende Verkabelungskonzepte lassen sich so problemlos erweitern.

Sicher übertragen auch bei extremen Umwelteinflüssen

Das durchgängig normierte Push-Pull-Produktprogramm sorgt für eine weltweite Verfügbarkeit der Komponenten. Aufgrund der Standardisierung gemäß IEC 61076-2-010 ist die M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik herstellerübergreifend kompatibel. Durch die Advanced Shielding Technology kann die M12-Push-Pull-Verkabelung ebenfalls in Anlagen verwendet werden, die starken Störeinflüssen ausgesetzt sind. Sogar unter extremen Umwelteinflüssen schützt die großflächige 360-Grad-Schirmanbindung die Daten- und Signalübertragung.

Sichere Kommunikation

Security-Eigenschaften ganzheitlich berücksichtigt

Die Architektur der Axioline E-Module der neuen Generation ist vorbereitet, verschiedene Kommunikationsparadigmen parallel und rückwirkungsfrei auf einer Geräteplattform zusammenzubringen: die industrielle Echtzeitübertragung für etablierte Industrial-Ethernet-Protokolle sowie eine sichere, verlässliche und offene IIoT-Kommunikation, wie zum Beispiel über OPC UA.
Die Axioline E-Geräte der neuen Generation unterstützen schrittweise alle marktrelevanten Industrial-Ethernet-Protokolle wie Profinet, Ethernet/IP, Modbus/TCP und Ethercat. Durch die innovative Gerätearchitektur passen sich die Module flexibel an neue Technologiestandards an.
Bei den Geräten der neuen Generation sind Security-Eigenschaften bereits ab der Entwurfsphase ganzheitlich berücksichtigt. Als sogenannte Secure-by-Design-Produkte erfüllen die Module die Anforderungen an den TÜV-zertifizierten Prozess gemäß IEC 62443-4-1. Mit Built-in Security-Features für die Feld- und Cloud-Konnektivität sind die Geräte optimal für zukünftige Automatisierungsaufgaben vorbereitet.

Die Standardisierung gemäß der IEC 61076-2-010 schafft die Grundlage für eine innovative Weiterentwicklung des bewährten M12-Steckverbinders. Neben der Normung ist vor allem eine durchgängige Systemtopologie erforderlich. Abgesehen von den Axioline E-Geräten mit M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik benötigt der Endanwender auch M12-Push-Pull-Leitungen, Steckverbinder zur Selbstkonfektionierung sowie Verteilsysteme, um eine durchgängige Verdrahtung nach seinen Ansprüchen umzusetzen. Mit geschirmten und ungeschirmten M12-Push-Pull-Leitungen für Sensoren und Aktoren mit A-Kodierung, M12-Push-Pull-geschirmten Netzwerkleitungen mit D-Kodierung sowie konfektionierbaren M12-Steckverbindern mit Push-Pull-Schnellverriegelung stellt Phoenix Contact bereits seit einiger Zeit erste Produkte für eine nahtlose Systemtopologie bereit. Für die Zukunft zielt das Unternehmen auf den weiteren kontinuierlichen Ausbau des Portfolios an M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik ab.

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Der neue Standard IEC 61076-2-010 erlaubt eine harmonisierte normative Einbindung für sämtliche marktüblichen M12-Push-Pull-Schnellanschlussvarianten. Aufgrund der Norm lassen sich Automatisierungskomponenten in Zukunft mit einer durchgängigen, standardisierten Push-Pull-Schnellanschlusstechnik auf Basis von M12-Steckverbindern ankoppeln.

* Mats Kölling ist Produktmanager I/O-Systems bei der Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont

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