Schwenkarm Positionierarm für Workstations im Klinikeinsatz
Für die Workstation-Serie Olympus WM-P2 haben Olympus Keymed und Southco aus einer Standard-Produktlösung eine maßgeschneiderte Applikation entwickelt. Kern der Neuentwicklung war eine patentierte Positioniertechnologie der AV-Serie, mit der sich Monitore leicht an Positionierarmen anbringen und bewegen lassen.
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In den letzten Jahren hat die Zahl der ambulant durchgeführten endoskopischen chirurgischen Operationen rasant zugenommen. Dafür sind vor allem zwei Faktoren verantwortlich. Zum einen der enorme Kostendruck, dem die Krankenhäuser ausgesetzt sind - und zum anderen der Fortschritt in der Medizintechnik, der es möglich macht, Patienten ambulant zu versorgen, wo früher ein oft tagelanger Krankenhausaufenthalt von Nöten war.
Eines der ersten Unternehmen, das diesen Trend erkannte, war das 1970 gegründete Olympus Keymed aus dem englischen Southend-on-Sea. Aus kleinen Anfängen hat sich das Unternehmen bis heute zu einem der weltweit führenden Hersteller von spezialisierter Ausrüstung für die medizinische Endoskopie entwickelt und hier vor allem im Bereich der sogenannten Workstations.
Seit über zehn Jahren arbeitet Olympus Keymed eng mit dem Verschluss- und Scharnierspezialisten Southco zusammen und setzt in seinen Workstations deren Positioniertechnologie ein. Für die neue Workstation-Serie Olympus WM-P2 haben beide Unternehmen dann aus einer Standard-Produktlösung eine für die neue Workstation maßgeschneiderte Applikation entwickelt. Kern der Neuentwicklung war eine patentierte Positioniertechnologie der AV-Serie, mit der sich Monitore leicht an Positionierarmen anbringen und bewegen lassen.
Doch bevor es dazu kam übergab Olympus Keymed den Technikern von Southco ein umfangreiches Lastenheft. Darin waren die Anforderungen, die der neue Positionierarm erfüllen musste, detailliert beschrieben. Dazu gehörte, dass der Arm nicht nur Schwenk- und Neigefunktionen sondern auch vertikale Bewegungen ausführen können sollte, ohne dass durch den Benutzer dazu manuelle Veränderungen an dem Gerät gemacht werden mussten. Die Positionierung des Bildschirmes sollte mühelos mit einer Hand möglich sein, wobei der 10 kg schwere Monitor gegen sein eigenes Gewicht ausbalanciert sein sollte.
Einmal korrekt eingestellt, sollte der Monitor in Position bleiben, ohne dass arretierende Rastungen und Klemmen erforderlich waren. Vor dem Hintergrund war den Technikern klar, dass der neue Positionierarm ein erheblich höheres Niveau an Perfektion und Komplexität erreichen musste als die vorhandene Standard-Serie zu bieten hatte. Es war ein vollständig maßgeschneidertes Produkt gefragt, an dem die Teams rund sechs Monate arbeiteten und dabei Prototypen entwickelten, die im klinischen Einsatz getestet wurden.
Ergebnis war der in Konstruktion und Funktion bemerkenswerte Positionierarm AV-99-4, der aus der patentierten Positiontechnologie von Southco entstand, die für die Serie der LCD-Positionierarme für die Medizintechnik entwickelt wurde. Diese Technologie erlaubt, dass der Monitor in einem weiten Bereich bewegt werden kann und dass er bei der Bewegung nahezu gewichtslos ist. Dazu wurde ein Gegengewichts-Mechanismus eingebaut, der der auf den Monitor einwirkenden Gravitationskraft entgegenwirkt, sodass sogar die schwersten Monitore alleine mit Fingerdruck bewegt werden können. Zudem lässt sich die Oberfläche des Positionierarms leichter reinigen, sodass Zeit und Aufwand gespart werden. Aufgrund der Nulldrift-Funktion ist der Monitor nach einer einzigen Bewegung sicher positioniert. (bm)
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