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Neu konstruiertes Rundgehäuse
„Solche kundenspezifischen Anpassungen gehören zu unseren Stärken und werden von uns in kürzester Zeit durchgeführt“, sagt Michael Hemler, der bei der Zimmer Group die Bereiche Konstruktion und Produktentwicklung im Bereich Lineartechnik leitet. „Um die axialen Verschiebekräfte mit den erforderlichen Haltekräften auffangen zu können, haben wir für jede der drei Achsen sechs Klemmzylinder des Typs MKR in ein neu konstruiertes Rundgehäuse integriert, das sich exakt in den vorhandenen Bauraum einfügt. So konnten wir sehr schnell eine brauchbare Lösung anbieten und haben schon nach wenigen Wochen die ersten, testfähigen Vorserienexemplare ausgeliefert, an denen Trumpf die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der pneumatischen Klemmung überprüfen konnte.“
Die bei Trumpf eingesetzten Klemmelemente des Typs MKR wurden für statische Klemmvorgänge an Rundführungen konzipiert und sind im Gegensatz zu anderen Baureihen nicht dafür gedacht, Bewegungen abzubremsen. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, pneumatisch bewegte Vertikalachsen, Hubwerke oder anderen bewegliche Komponenten nach Erreichen der Sollposition gegen weitere Bewegungen zu sichern und bei Bedarf diese Position auch dann zu halten, wenn es zu einem Druckverlust in der pneumatischen Anlage kommt.
In aktiver und passiver Ausführung verfügbar
Die Klemmelemente des Typs MKR sind in aktiver und passiver Ausführung verfügbar. Aktive Klemmelemente sind normalerweise offen und werden per Druckluft geschlossen, passive Klemmelemente werden dagegen im drucklosen Zustand von der Kraft eines Federenergiespeicher geschlossen gehalten und müssen mit Druckluft geöffnet werden.
Für beide Varianten charakteristisch ist aber der Einsatz des von der Zimmer Group patentierten, stark übersetzenden Keilgetriebes. Es setzt die Kraft des Kolbens über leichtgängige Rollen in eine quer wirkende Haltekraft um und ermöglicht dabei sehr hohe Haltekräfte bis 1.850 N, ohne sich dauerhaft zu verklemmen.
Die Zykluszeiten bleiben dabei bemerkenswert kurz, denn die MKR-Klemmelemente sprechen sehr schnell an und erreichen ihre volle Klemmkraft bereits schon nach weniger als 0,05 s. Damit schaffen sie die Voraussetzungen für kurze Zykluszeiten und eine hohe Maschinenauslastung, Während sie mit einem B10d-Wert von 5 Mio. Klemmzyklen für die maximale Zuverlässigkeit in der Produktion sorgen.
„Diese hohe Zuverlässigkeit hat sich im Echteinsatz bestätigt“, bestätigt Dipl.Ing. Stefan Kerscher, Leiter Konstruktion Stanz-/Kombimaschinen bei Trumpf. „Seit der Umstellung auf die pneumatische Klemmung haben mehr als 200 Exemplare der Tru-Punch 3000-Stanzmaschinen das Werk verlassen, und keine von ihnen hat auch nur die geringsten Probleme verursacht.“ (jv)
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