PLM PLM-Konzept sichert Informationsfluss zwischen Konstruktion, Planung und Produktion
Das 1877 gegründete Unternehmen ANDRITZ Ritz mit dem Hauptsitz in Schwäbisch Gmünd liefert Pumpen und Unterwassermotoren für die kommunale und industrielle Wasser- und Abwassertechnik, den Bergbau und Offshore-Anwendungen. Mit 280 Mitarbeitern ist das Unternehmen weltweit einer der führenden Hersteller in diesem Marktsegment.
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Die Entwicklung und Fertigung von Kleinserien und zum Teil spektakulärer Großprojekte verlangt von ANDRITZ Ritz höchste Effizienz bei geringster Fehlertoleranz. „Dazu brauchen wir schlanke und durchgehende Prozesse“, sagt Hans-Jürgen Steeb, Manager IT und Organisation.
„Die nötige IT-Landschaft bewältigt unser Unternehmen mit einer Langfriststrategie, in der jeder Schritt auf den vorherigen aufbaut.“
Unter seiner Federführung wurde die IT-Umgebung kontinuierlich verbessert. Beispielsweise ließen sich mit der Einführung des ERP-Systems Abas an 58 Arbeitsplätzen vier Altsysteme ersetzen. Die Umstellung von 2D- auf 3D-CAD mit Solid Edge von Siemens PLM Software erhöhte die Effizienz und Genauigkeit der Konstruktionen.
Verbesserungen bis in die Fertigung
Nächstes Unternehmensziel war es, die NC-Programmierung und Werkzeugverwaltung zu optimieren. „Wir haben alle Systeme so organisiert, dass man von den Vorleistungen anderer Mitarbeiter in der Prozesskette profitiert“, sagt Steeb. „Deshalb mussten wir auch die Auswahlkriterien für CAM auf einen integrierten Prozess fokussieren.“
Zahlreiche CAM-Systeme wurden evaluiert – etwa nach Reduzierung der Durchlaufzeiten, Erhöhung der Produktqualität, einfache Anwendung oder Automatisierungsmöglichkeiten, um Abläufe zwischen Konstruktion, NC-Programmierung und Produktion zu automatisieren. Von fünf Systemen überzeugten am meisten die Programme NX CAM und Teamcenter von Siemens PLM Software.
Integrierte PLM-Umgebung
Mit jedem Aufruf von Solid Edge wird im Unternehmen auch Teamcenter gestartet – jede neue Komponente wird sofort von dem PLM-System erfasst und verwaltet. Die gesamten Änderungs-, Aktualisierungs- und Freigabeprozesse werden damit weitgehend automatisiert durchgeführt.
Ebenso werden Änderungen vom ersten Entwurf über die Variantenableitung bis zur Fertigung nachverfolgt und verwaltet. Normteile werden zur Wiederverwendung innerhalb der Bibliothek klassifiziert und nach Nutzungen in den einzelnen Konstruktionen aufgezeichnet.
Simulationen in Teamcenter abgelegt
Die NC-Programme werden an Arbeitsplätzen erstellt, die mit Teamcenter verbunden sind. Selbst die Übergabe der NC-Daten an die Produktion wird durch den Fertigungsfreigabeprozess in Teamcenter gesteuert.
In Teamcenter wählen die NC-Programmierer die benötigten Werkzeuge und Spann-mittel für die jeweilige CNC-Maschine aus.
NX CAM-Postprozessoren sorgen dafür, dass dabei alle Maschinenparameter berücksichtigt werden. Bevor NC-Programme die Maschine tatsächlich steuern, werden sie innerhalb von NX CAM virtuell simuliert, um alle Werkzeugwege im Maschinenraum zu prüfen und Kollisionen zu vermeiden. Schließlich werden Werkzeuglisten und Einrichteblätter erzeugt und gemeinsam mit dem Arbeitsplan, den Werkstattzeichnungen, den NC-Daten und Simulations-Videos abgelegt.
Datenkreislauf geschlossen
Ein besonderer Schwerpunkt bei ANDRITZ Ritz ist der durchgehende Kreislauf der Projektinformationen – von der Fertigungsplanung bis zur Produktion. In der Werkstatt sind PCs direkt mit den Maschinensteuerungen verbunden. Die Mitarbeiter erhalten über den neuen, web-basierten Teamcenter-Client Connect Shop Floor einen rollenspezifischen Zugriff auf freigegebene Daten. Mit einem Klick abrufbare CAD-Modelle, Fotos, Videos und Arbeitspläne ergänzen die standardmäßigen Informationen.
NC-Programme lassen sich direkt an die Steuerung übertragen. Müssen diese minimal optimiert werden, kann der Anwender die Änderungen aufzeichnen und die angepassten Programme via Teamcenter an den NC-Programmierer zurücktransferieren.
„Nebenzeiten an den Maschinen, Qualitätsabweichungen und Fertigungsfehler wurden durch den umfassenden PLM-Informationszugriff in der Werkstatt deutlich reduziert“, bemerkt Steeb.
Werkstatt-Infos im PLM-Konzept
Mit dem einen PLM-System, das die Konstruktion mit der Fertigung verbindet, lassen sich effizient bessere Produkte herstellen. ANDRITZ Ritz hat mit Solid Edge von Siemens PLM Software zu einer neuen Prozesskultur gefunden, die auf sicheren Workflows und Freigaben beruht – von der Konstruktion bis zur Produktion.
Zwei NC-Programmierer, die in Ruhestand gegangen sind, mussten nicht ersetzt werden, obwohl das Projektgeschäft zu mehr NC-Programmen führt. Dies wurde umgesetzt, ohne die grundlegenden Prinzipien von Prozesssicherheit und fortlaufender Verbesserung zu verletzen.
„Wir können Fehler früher identifizieren und abstellen“, sagt Steeb. „Da Fehlerkosten in späteren Prozessstufen exorbitant steigen, sparen wir dadurch sehr viel Geld.“
„Shop Floor Connect wurde von den Bedienern sehr schnell angenommen und funktioniert hervorragend mit geringem Betreuungsaufwand,“ Arthur Maier, Administrator Fertigungs-systeme.
Siemens auf der Achema 2012
Begleiten Sie Siemens zur Achema 2012 – 18. bis 22. Juni, in Halle 11, Stand C3 – auf einer Reise durch den Anlagen-Lebenszyklus. Schwerpunkt des diesjährigen Messe-Auftritts sind Themen rund um das Management des Anlagen-Lebenszyklus.
Siemens zeigt ein umfassendes Portfolio an Produkten, Systemen, Lösungen und Dienstleistungen von Forschung und Entwicklung über Prozessanalyse/-design, Anlagenplanung, Produktion und Instandhaltung bis hin zu Optimierung und Modernisierung.
Das integrierte Siemens-Portfolio bietet hohe Produktivität, Flexibilität und Effizienz über den gesamten Anlagen- und Produktions-Lebenszyklus. Das Unternehmen präsentiert sich seinen Kunden aus der Prozessindustrie als verlässlicher Partner für nachhaltiges Wirtschaften in dynamischen Zeiten.
Mit dem Siemens-Angebot können diese die Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz ihrer Anlagen verbessern und über eine mit der Anlagenplanung integrierte Prozesssteuerung Kosten sparen sowie Markteinführungszeiten verkürzen.
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Siemens auf der Achema 2012: Halle 11, Stand C3
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