Medizinische Messtechnik Optomechatronik-Spezialist produziert neuartiges Perimeter zur Glaukom-Früherkennung
Als Auftragsfertiger überzeugt das Unternehmen WILD Medizintechnikanbieter weltweit. Für ein deutsches Unternehmen produziert der österreichische Optomechatronik-Spezialist ein neuartiges Perimeter zur Gesichtsfeldvermessung.
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Neue Wege in der Diagnose von Grünem Star (Glaukom) bietet das kürzlich am Markt eingeführte Perimeter eines in Deutschland ansässigen und weltweit führenden Herstellers für opthalmologische Diagnosegeräte. Diese innovative Neuentwicklung am Sektor der Gesichtsfeldvermessung ermöglicht es Ärzten, Glaukom bereits im frühest möglichen Stadium präzise zu diagnostizieren.
Dabei wird eine einzigartige Stimulus-Methode eingesetzt, welche die M-Zellen im menschlichen Auge anregt. Man geht davon aus, dass diese Zellen bei einer Glaukomschädigung als erste in Mitleidenschaft gezogen werden. Zu diesem Zeitpunkt nimmt der Betroffene die irreparablen Ausfälle noch nicht wahr. Dank der neuartigen Perimeter-Technologie kann das Fortschreiten der Erkrankung so bereits im Anfangsstadium aufgehalten werden.
Maßarbeit war erforderlich
WILD wurde mit der mechanischen Konstruktion, der Elektronikentwicklung, Systemintegration sowie der Serienüberleitung des Perimeters beauftragt. Da die komplette Ausführung des Produktes ausschließlich auf speziellen Kundenanforderungen basiert, mussten sich die Optomechatroniker einigen Herausforderungen stellen.
Eine der zahlreichen Spezialanfertigungen ist die softwaregesteuerte zweidimensionale Patientenpositionierung, die elektromechanisch erfolgt. Der Patient legt dabei seinen Kopf in eine Kinnschale. Das zu untersuchende Auge wird über einen TFT mit Hilfe der vom Arzt gesteuerten Untersuchungs-software exakt vor dem Objektiv des Messgerätes positioniert.
„Dafür haben wir eigens eine XY-Verstellung konstruiert. Das Besondere daran ist die Kinnauflage mit zwei Doppelschalen, die es ermöglicht, dass in einem Arbeitsschritt beide Augen mit einem geringen Verfahrweg ausgerichtet werden können“, erklärt WILD-Konstrukteur Pattrick Orter. „Die XY-Verstellung wird von zwei kleinen drehmomentstarken Motoren angetrieben. Diese galt es kompakt auszurichten und in den relativ kleinen Bauraum zu integrieren.“ Eine weitere mechanische Besonderheit stellt der „Trial-Lense-Holder“ dar, mit dem die optischen Linsen zum Dioptrin-Ausgleich vor dem Objektiv rasch und einfach ausgetauscht werden können. (Weiterlesen auf der nächsten Seite)
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