Elektromotor
Reihenmotoren in sechs Schritten ableiten

Aktualisiert am 26.02.2024 Ein Gastbeitrag von Harald Reich 7 min Lesedauer

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Um Baukosten zu sparen, lohnt es sich, Reihenmotoren bei unveränderten Querschnittsabmessungen abzuleiten. Unser Autor stellt das am Beispiel von diskreten großen Gleichstrommotoren mit Wendepol- und Kompensationswicklung vor.

Bei der Berechnung und Auslegung elektrischer Motoren gilt die axiale Verlängerung des Aktivteils als die einfachste Methode, aus einem gelungenen Motorentwurf davon abgeleitete weitere Motoren zu kreieren. Anders sieht es in der Regel bei großen Gleichstrommotoren aus. (Bild:  aicandy - stock.adobe.com)
Bei der Berechnung und Auslegung elektrischer Motoren gilt die axiale Verlängerung des Aktivteils als die einfachste Methode, aus einem gelungenen Motorentwurf davon abgeleitete weitere Motoren zu kreieren. Anders sieht es in der Regel bei großen Gleichstrommotoren aus.
(Bild: aicandy - stock.adobe.com)

Im Bereich der Berechnung und Auslegung elektrischer Motoren gilt zu Recht die axiale Verlängerung des Aktivteils (Blechpaket Stator, Rotor inkl. Wicklungen) als die einfachste Methode aus einem gelungenen Motorentwurf davon abgeleitete weitere Motoren zu kreieren. Das spart Zeichnungsaufwand, Herstellungswerkzeuge und formgebende Vorrichtungen, wenn – außer bei den Wickeldaten – in radialer Richtung die Abmessungen unverändert bleiben.

Daher wird dieses Verfahren von kleineren Motoren über Industriemotoren bis hin zu großen Asynchronmotoren (Kraftwerkspumpen, Bahnantriebe, usw.) angewendet. Etwas anders sieht es bei großen Gleichstrommotoren aus, die neben der Ankerwicklung und der polerregenden Feldwicklung zusätzlich über eine Wendepol- und eine Kompensationswicklung verfügen, und die beispielsweise eingesetzt werden als Bergwerksfördermotoren, Walzstraßenantriebe, Schiffsmotoren und –generatoren oder Prüfstandsmotoren.